Beste Voraussetzungen also für eine angenehme nächste Etappe.
Heinz ist der 7 untreu geworden und hat die heutige Strecke aus 4-stelligen lokalen Routen zusammengesetzt. Landschaftlich immer sehr schön und kaum Verkehr – vom Belag her war zumindest das erste Stück eher „interessant“ als komfortabel. Was Komoot als „Strassenbelag“ ausweist, lohnt bei der Planung einen prüfenden Blick. Vor Jahrzehnten waren das wohl mal asphaltierte Abschnitte…
Die landwirtschaftliche Nutzung ändert sich im Vergleich zum Böhmischen Wald von Wald- und Weidewirtschaft zu mehr Ackerbau. Typisch sind sehr grossflächige Felder. Wie wir vom letzten Jahr wissen, ist das erst ein Vorgeschmack.
Manchmal sehen wir – so weit das Auge reicht – auf der einen Seite beispielsweise Korn und auf der anderen Mais. Die Bepflanzungen ändern, das Prinzip bleibt. Anders als im letzten Jahr ist, dass es (noch) keine Bewässerung braucht. An die eindrücklichen Installationen dafür erinnere ich mich noch sehr gut.
Vor allem zu Beginn der Etappe hat es waldige Abschnitte. Die Bodenfeuchtigkeit intensiviert den würzigen Duft des moosigen und manchmal auch moorigen Untergrundes. Besonders nasenschmeichelnde Abschnitte sind überall dort, wo frisch geschnittenes Holz liegt.
Ich finde es immer wieder spannend, wie mein Gedächtnis funktioniert. Unterwegs erinnere ich mich – ausgelöst durch einen Duft oder ein Landschaftsbild – an Gegenden und Situationen aus dem letzten Jahr oder andere, ähnlich Orte. So fühlte ich mich gestern zeitweise in die Schweiz oder die den doch etwas weitläufigeren südbadischen Raum versetzt und zu Třeboň sind mir Details in den Sinn gekommen und ich wusste beim Einfahrt in die Stadt beispielsweise, was für ein Gebäude um die nächste Ecke kommt. Faszinierend. Ohne die bildhaften Stupser hätte ich den Zugang zu diesen Schubladen nicht.
Ebenfalls bekannt und immer noch beeindruckend fanden wir die vielen Alleen, die das Strassenbild hier prägen. Manchmal mit einem gemischten Baumbestand, oft mit nur einer Baumart. Gestern sind wir durch Linden-, Pappeln-, Eichen-, Birken- und Ahornalleen gefahren.
LindenBetulla pendulaEichen
Wir fahren sehr selten an verkehrsreichen Strassen. Offenbar gilt diese lockere Verkehrsdichte hier sogar für Autobahnen, was ich für einen Freitag am späteren Morgen doch erstaunlich finde.
Zeit für eine Pause. Eine, in der wir ein neues Wort lernen. Die Erklärung dazu als Bild, weil ich es schon für den Status beschrieben habe.
Velešín hat nicht nur eine feine Konditorei, sondern ist auch sonst ein interessantes Städtchen, was wir durch „Umkürzungen“ wie eine liebe LeNa-Mitbewohnerin von mir so trefflich sagt, entdeckt haben.
Besonders fasziniert hat uns dieses Gebäude, das wie der grosse Industriebetrieb, der wahrscheinlich der Motor der Stadt ist, offenbar eine wechselhafte Geschichte hat.
Das ganze Gebäudemit charmanten Details
Ich mag solchen Ginggernillis, auch wenn ich mich sehr diszipliniere, was das „haben müssen“ angeht. Unterwegs mit dem Tandem ist das zum Glück wegen der Platzverhältnisse im Gepäck auch nicht so schwierig. Ja, ja, ich weiss. Nach Hause schicken wäre eine Möglichkeit. Nix da. Ich mag meine zunehmend überschaubaren Wohn- und Lebensverhältnisse, was direkt-proportional mit entsorgten „Sachen“ zusammenhängt.
Manchmal kann und will aber auch ich nicht widerstehen, weshalb uns seit gestern ein weiteres Teammitglied begleitet.
Durch die verblüffende Entdeckung gestern Abend sozusagen geprimed fällt uns heute auch diese „Kirche“ auf.
Der blaue und der gelbe Gebäudeteil sehen sehr nach Wohnhäusern aus und werden wohl nicht von Baubeginn weg dazu gehört haben. Ob auch diese Kirche – irgendwann – stückweise verkauft worden ist? Wie dann wohl die Eigentumsform geregelt ist? Stockwerkeigentum dürfte kein geeignetes Modell sein. Spannend.
„Umkürzungen“ sparen zwar weder Zeit noch Kilometer, aber sie bringen viele interessante Entdeckungen – ganz im Sinne unserer Reise.
Viele Velorouten und Themenwege, wie beispielsweise den Burgen- und Schlösserweg bietet diese Gegend ebenfalls. Wofür das untere Schild steht wissen wir noch nicht. Könnte etwas mit Wasser und hügeligem Wald zu tun haben.
Von beidem hat es in dieser Gegend eine ganze Menge. À propos: So langsam ist Zeit fürs Mittagessen und Enten habe ich euch auch angekündigt. Der nächste Ort eignet sich bestens für beides. Doch lassen wir die Bilder „sprechen“.
Das Geschnatter war teilweise fast ohrenbetäubend, vor allem als sie sich lautstark beklagen mussten, als wir ihnen für unser Picknick das lauschige Plätzchen am Ende des Steges streitig gemacht haben. Zu unserer angenehmen Überraschung haben sie auf dem Inselchen und dem Steg keine unliebsamen Spuren hinterlassen.
Solche Karpfenteiche und -seen hat es sehr viele. Beim Müesli essen konnten wir nicht nur Enten schnattern hören und verschiedene Formationen schwimmen sehen, sondern auch Schwäne beim starten und landen beobachten und Karpfen muntere Atemholsprünge machen sehen und hören. Dass sie in diesen Gewässern nicht nur dick und fett werden, sondern wohl auch nicht üppig mit Sauerstoff versorgt sind, haben sie Futtersilos zu verdanken.
So, jetzt ist es nicht mehr weit bis Trebon, einem beliebten Kur- und Ferienort, den auch viele Radtourist:innen gerne für einen Tagesausflug oder als Etappenziel ansteuern.
viele sportlich ohne E-Hilfeandere lassen sich gerne bewegen
Wie gewohnt die Etappendaten, wobei einer der GPS-Geräte heute Mühe hatte, die Durchschnittsgeschwindigkeit korrekt zu berechnen, deshalb müssen die Angaben zusammen gepuzzlet werden.
Nach der Dusche trennen sich die Wege von Heinz und mir. Er besucht eine buddhistische Galerie in einem alten Wasserturm und ich bummle – sozusagen kulturfrei – durch das Städtchen und beobachte das muntere Treiben auf den Plätzen, dem Schlossgelände und in den Gassen. Zum Ausgleich geniesse ich die Ruhe auf dem Spazierweg aussen an der Stadtmauer entlang.
belebter Hauptplatzruhigere Gassen
Im Schlosshof gibt es Schaukämpfe in historischen Kostümen. Die lassen wir sicher aus. Die Vorführung der mittelalterlichen Reihentänze letztes Jahr fanden wir hingegen vergnüglich.
grosse Schloss- und Parkanlageausserhalb der Mauern geht‘s beschaulicher zu
Aufnahmen vom Sommer 2024ebenfalls Bilder von 2024
Mit sehr unterschiedlichen Eindrücken treffen Heinz und ich uns später in derApotheke zum Apéro und ziehen von dort weiter zum Einhorn für ein köstliches Nachtessen.
Mischung aus Verkauf, Café und Museumlauschiger Innenhof mit IgelbrunnenHatten wir vom letzten Jahr in bester Erinnerung. Bestätigt. Randen zur Vorspeise und zum Dessert. Kreativ.
Die Altstadt ist wirklich sehr pittoresk und das Schloss, das weitherum sichtbar über der Stadt thront imposant. Nicht erstaunlich, dass das historische Zentrum seit 1992 als Denkmal auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht.
Das SchlossBlick vom Schloss auf die StadtBlick von der Brücke hoch zum SchlossRushhour auf und unter der BrückeTouristenströme à gogo
In knapp zwei Tagen an diesem Ort habe ich mehr Fremdsprachen gehört und Autos mit ausländischen Nummernschildern gesehen als in der ganzen Zeit, die wir bisher in 🇨🇿 verbracht haben insgesamt, die Tour letztes Jahr inklusive.
Entsprechend bevölkert sind die Gassen – ausser wenn es regnet, wie Dienstagmorgen. Dann lässt sich ein Spektakel der anderen Art beobachten.
Erinnert mich etwas an den Zürcher HB vor und nach der sogenannten Spinne, wenn der Bahnhof plötzlich voller hin- und hereilender Menschen und dann – wie von Zauberhand – plötzlich wieder leergefegt ist. Wusstet ihr übrigens, dass der Taktfahrplan in der Schweiz ursprünglich von einer Gruppe SBB-Mitarbeiter entwickelt wurde, die sich selbst augenzwinkernd den „Spinnerclub“ nannten?
Weil das Wetter sehr April-mässig ist und es mehrfach von Sonne zu bewölkt, zu Regen und auch wieder retour ändern kann, konnte ich diesen Zauber mehrfach beobachten.
Regen kann hier ein paar Tropfen, leichter Nieselregen oder auch das heissen:
Schon nicht mehr SO stark; zuerst habe ich einen Unterstand gesucht…
Ich weiss nicht, ob das typisch ist für diese Gegend oder ob sich – passend zum Tempo der globalen heutigen Welt – auch die Wetterwechsel beschleunigt haben…
Überhaupt gibt es in dieser Stadt vieles zu sehen und zu beobachten. Viel zu viel, um alles zu dokumentieren, weshalb ich ein paar „Merkwürdigkeiten“ und Sachen, die mir gefallen haben, herausgreife. Aus der Kategorie Kunst zum Beispiel
Oder wenn Sigmund Freud, Sigmund Freud betrachtet, der Sigmund Freud betrachtet, der Freud betrachtet, der… – dann erinnert mich das an Mani Matter, der ob des metaphysischen Gruselns nicht mehr zum Coiffeur konnte.
Überhaupt das Egon Schiele Museum. Ein besonderer Ort mit vielfältigen Ausstellungen
Die AusstellungenDiese Leoparden sind aus Baumnusschalen und einer verbindenden Masse geformt
und einem Innenhof, der offenbar auch als Konzertort genutzt wird. Das lassen wir uns nicht entgehen. Es war dann zwar nicht im Innenhof und ich hätte all meine warmen Sachen zu Hause lassen können. Doch davon später. Damit ich mich nicht allzusehr 😉 verliere, bleibe ich bei chronologisch. Oh, stimmt, das bezeichnet eine Logik, wie mir gerade auffällt. Vermutlich eine, die für viele Menschen zugänglicher ist als meine assoziative, die sprunghaft wirkt, wie ich aus Gesprächen weiss…
Also weiter mit Impressionen aus der Kategorie „Spielzeug“, wobei das nicht wirklich die treffende Beschreibung ist.
MarionettenHolz-Spielsachen
Beeindruckend, wenn auch nicht erstaunlich fand ich, wie viele Hotels, Pensionen und Appartments es auf Schritt und Tritt hier gibt.
eine kleine Auswahl davon
Solche Collagen liessen sich innert kürzester Zeit und ohne sich viel zu bewegen auch von Restaurants, Kavárnas (Cafés), Souveniershops, Museen und Galerien, Orten, wo es Süsses gibt machen.
Einer der Vorteile eines mehrtägigen Aufenthaltes an einem so touristischen Ort ist das unterwegs sein können zu Randzeiten; bevor die grossen Touristenströme die Stadt erobern oder wenn die Gassen sich wieder leeren.
Zu Stosszeiten geht es auf und neben der Moldau sehr lebhaft zu, wodurch es viel zu sehen gibt.
Erinnert ihr auch an die Info zu den Plastik-Flamingos vom ersten Tag?
Sympathischerweise hat es nicht nur Restaurants und (Pop-up-)Bars am Ufer, sondern auch solche Tribünen, wo Picknicken, Sehen und gesehen werden, lesen, Siesta halten und und und möglich sind. Auch die Boot-Tripps können sehr unterschiedlich interpretiert werden.
offenbar ein bewährtes Security-Team
Reguliert sich – wie auf der Strasse – sehr gut selber. Die Geduld „im Verkehr“ scheint eine der eingeübten Eigenschaften zu sein, welche das ausgeprägt zurückhaltende tschechische Volk im Alltag auszeichnet. Im Zusammenhang mit dem Verkehr finde ich das sehr angenehm, in den Begegnungen unterwegs (kaum Blickkontakt oder Grussworte) manchmal irritierend und was sehr selten beobachtbare, „laute“ mir-gehört-die-Welt-Kinder, die spontan neugierig sind, betrifft, schade. So unterschiedlich können sich sozialisierte Verhaltensweisen zeigen.
Doch hier noch ein kommentierter Video-Clip, weil ich so fasziniert von diesem Rummel bin. Sorry, falls ihr wegen des Rauschens des Wassers nicht alles verstehen könnt.
Während ich hier am Blog schreiben bin, „verschönert“ Heinz die morgige Weiterfahrt. Was für ein Glück einen immer routinierteren Planer im Team zu haben, der gekonnt zwischen eher Steigungen oder eher Verkehr und einem optimalen Mass an Umkürzungen
Ich bin viel unterwegs in und um die Stadt, allerdings ohne viele Gebäude zu betreten (Cafés, historische Stätten, Boutiquen, Museen etc.), weil ich die Menge an Eindrücken schon so schlicht überwältigend finde.
Kunst beispielsweise gibt‘s hier fast in jedem Winkel; Blick schweifen lassen genügt.
Keramik hat hier Tradition3D-Kunst ist ebenfalls gut vertreten (inklusive einem interaktiven Museum dazu)gefallen muss mir nicht alles…
Ein paar Anregungen, was wir hier alles – eingehender – erkunden oder unternehmen könnten, kommen auf den Ideenparkplatz. Vielleicht für die nächsten Tage, vielleicht für ein anderes Mal, vielleicht einfach als Erinnerung.
mit einheimischem Kunst-Handwerkdie 7 kommt sowieso auf die Merklistekönnte auch sehr reizvoll sein, z.B. anschliessend an ein spätes Nachtessen im Labon
Während ich am Blog schreiben bin, ist Heinz daran die morgige Weiterfahrt zu „verschönern“, wie er es nennt. Was für ein Glück einen immer routinierteren persönlichen Planer und Piloten im Team zu haben, der gekonnt zwischen eher mehr Steigungen oder eher mehr Verkehr abwägt und die Umkürzungen abgestimmt mit den Bodenbelägen optimiert. Meistens geht das dann in natura wunderbar auf – und wenn nicht, beschert es uns „Ok, nächstes Mal nehmen wir eine andere Route“-Momente oder veritable Abenteuer. Ihr erinnert euch an die Furt 😅?! Sonst könnte es uns ja langweilig werden… Oder um es mit dem Motto einer lieben Freundin auszudrücken: Frauen brauchen Abenteuer 😘!
À propos Mottos. Eines, das ich mit einem sehr geschätzten Kollegen verbinde, ist: ‚Neue Woche, neues Glück’ oder wahlweise auch ‚Neuer Tag, neues Glück‘, was eine ihm würdige Überleitung zu unserem zweiten Tag in Český Krumlov wäre. Wenn da nicht noch zwei heutige Highlights wären. Vielleicht lässt sich das Motto ja in ‚Neues Momentum, neues Glück‘ verfeinern – filigranisieren sozusagen.
Das Laibon erweist sich als ‚Da wollen wir unbedingt noch mal hin‘-Erfahrung. Sehr feines Essen aus einer kreativen und flexiblen Küche, ein sympathischer und origineller Besitzer und ein junger Mann, der ihm an diesem Abend geholfen hat, mit freundlichem Lachen und einer herzlichen Art, die dazu führen, dass es sich wie Stammgast sein und nach Hause kommen anfühlt. Wow!
Auch als sich die Tische zunehmend gefüllt haben, blieb dieses angenehme Gefühl von hier nehmen sie sich Zeit für dich und finden es wichtig, dass sich alle wohl fühlen. Auf der Karte steht
was wir mindestens bestätigen können (z.B. extra zubereitete Guacamole ohne Koreander für Heinz). Beeindruckend.
Das Tüpfchen auf dem i dann folgende Episode: Der Besitzer macht – beiläufig und neckisch – eine Bemerkung zu meinem baslerischen Dialekt… Wir unterhalten uns an sich auf Englisch und er hat – offenbar – einen Satz aufgeschnappt, den ich mit Heinz gewechselt habe. Beim Abschied fragt er mich dann, in nicht ganz so flüssigem Deutsch wie man „Auf Wiedersehen“ auf Baslerisch sagt und freut sich wie ein kleines Kind über das „uf widrluege“, das er genüsslich wiederholt. Aus seiner ganzen Art und der Führung des Betriebes zu schliessen – ich beobachte den Abend durch fasziniert die gut harmonierenden Abläufe und wie er sich persönlich um alle Gäste kümmert und dabei immer mal wieder mit einem Blick oder einem Lächeln auf dem Weg nach drinnen und nach draussen mit mir flirtet – lebt er ein sehr stimmiges Leben, was sich auf die ganze Atmosphäre überträgt.
Wie gesagt: Wir kommen wieder!
Für heute machen wir uns rundum zufrieden auf den Heimweg. Vorerst nur für einen kurzen Zwischenhalt, um die Schuhe zu wechseln und etwas Wärmeres anzuziehen, weil ein Spaziergang zur Kappelle hoch lockt.
Vom Reh, das vor mir durchs Gras gehuscht ist, kann ich euch kein Bild liefern, dafür ein paar andere, die – hoffentlich – die besondere Stimmung hier oben besser vermitteln können als Worte.
Spaziergang im Abendlichtzur Kappelle hochBlick aufs historische Zentrumund die Trabantenstädte rundherum
Was für ein Abschluss für diesen Tag.
Den nächsten starten wir mit einem Ausflug zum höchsten Berg des südböhmischen Waldes. Heinz „verbäbelet“ noch etwas unser Tandem, derweil ich noch schnell einen Blick in die Garagen-Broki zwei Häuser weiter werfe – gut geschützt durch Gepäckverhältnisse ohne Platz für Ginggernillis ☺️.
Es kann losgehen. Das Wetter ist sonnig und angenehm kühl, die Strassenbeläge sind abwechslungsreich
und die Route 7 entlang der Moldau wieder eine gute Wahl. Einige Ansichten kennen wir bereits; genug davon bekommen wir noch lange nicht.
Eine sehr malerische Strecke mit guter Veloroutenführung und originellen Verkehrsschildern.
darunter ist noch die Original-Tafel sichtbar
Dem Wildschwein sind wir in der freien Wildbahn glücklicherweise nicht begegnet.
À propos: Auf dem Krumlauer Schloss gibt es leider auch zwei Bewohner, denen ich die freie Wildbahn gönnen würde – so lange sie nicht direkt unseren Weg kreuzen.
Zurück aufs Land: Der höchste Berg der Gegend bedeutet auch einiges an Steigung.
Das linke Bild stimmt nur als Planungsansicht. Weil ich unterwegs einen amächeligen lokalen Routenwegweiser gesehen habe, der – grosso modo – in die passende Richtung gezeigt hat sind wir von der ursprünglich geplanten Strecke abgewichen. Das ist einer der Luxusaspekte dieser Art zu reisen. Ohne Gepäck und ohne Tagesziel, das es zu erreichen gilt, darf es auch der Nase oder anderen Impulsen nach gehen, weil es locker drin liegt, auch mal umkehren zu müssen oder für das eine oder andere Wegstück mehr Zeit als bei flotter Reisegeschwindigkeit zu benötigen. Auch Single Trails sind ok, zumal Komoot ja sogar die „Preisklasse“ angibt, wenn wir uns die Zeit zum draufschauen nehmen.
Wir wurden mit einer landschaftlich sehr reizvollen Strecke mit Wegen ganz für uns belohnt und – durch den nicht befestigten Untergrund – zusätzlichen Trainingseffekt 😅.
hier noch befestigt und schattigheiss war‘s auf dieser Höhe nichtmeist gut ausgeschildertHaben mindestens so viel geschwitzt wie wir 🤭
Wir mussten nur 2x kurz absteigen und stossen, weil die Kombi steil und steinig nicht geht; dann drehen wir durch 😂.
Stimmt nicht, kurz vor der Spitze gab es noch ein drittes Mal. Wir haben schön gestaunt, als wir zwei Mountainbikefahrer, vermutlich Vater und Sohn locker dort durchfahren gesehen haben – einer sogar einhändig, damit er die Brennesseln von sich weghalten konnte. Nicht schlecht!
Nach den vielen Kilometern durch Menschen- und Siedlungsfreies Gebiet ist es hier oben plötzlich wieder sehr bevölkert. Was uns nicht mehr erstaunt hat, nachdem wir die Infrastruktur und das Angebot gesehen haben.
Wie wohl der Blick von da oben ist?Schönes Interieur für einen TurmAh, so geht‘s auch hochstimmiger Spruch von Václav Havel auf der Glocke zuoberstTrottis zu mieten für die Abfahrt nach KrumlovRundblick grandios
Auch wenn die bayrischen und die österreichischen Alpen, wie ich hier oben auf den Schautafeln lesen kann, leider mangels klarer Fernsicht nicht zu sehen sind. Wir finden die Aussicht auch so sehenswert.
Die Abfahrt war sehr angenehm, weil es ein allgemeines Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge gibt – eBikes ausgenommen. Als Bergpreis scheint der Klet allerdings auch beliebt zu sein; wir sind vielen fitten Renn-, Gravel- und Mountainbike-Fahrer:innen begegnet.
Schon bald sind wir wieder auf dem weitläufigen Gemeindegebiet von Český Krumlov. Im Randgebiet sind die grossen Einkaufsläden angesiedelt, wo ich – frischen (du erinnerst dich, Heinz?!) – Salat und knackige Rohkost fürs Znacht kaufen möchte. Was ich nicht bekomme oder nicht finde ist Essig. Ok, Joghurt und Citronensaft sind eine gute Alternative. Unser learning des Tages: Blumenkohl lässt sich sehr einfach und knackig in der Mikrowelle dünsten.
Hier draussen sind auch die Trabantenstädte, den irgendwo müssen ja all die Leute wohnen, die im historischen Zentrum informieren, Führungen machen, Boote wieder entgegennehmen, putzen, verkaufen, bedienen, bekochen, die traditionellen Süssigkeiten zubereiten – habe ich euch davon schon ein Bild geschickt? – und und und.
So eine UNESCO Welterbe unterhaltet sich nicht von alleine, weshalb all die Devisen sicher hoch willkommen sind. Deshalb ist auch für ständig verfügbaren Nachschub gesorgt
und die jeweils passenden Geschäfte sind marketingstrategisch geschickt platziert.
Shanghai Restaurant neben Souveniershop mit platzsparenden Plakativ-Sujets
Solche Sachen gefallen mir da schon viel eher.
Nach diesem touristischen Shopping-Abstecher zurück in die Vorstadt.
farbige Siedlung, die uns gefällt
Wir bringen unsere Einkäufe retour in unser Appartment und schalten eine ausgiebige Pause ein, bevor wir genährt mit viel Salat und Rohkost nochmals das Tandem satteln und gespannt sind, was für eine Aufführung uns erwartet.
Viele der Festival-Besucher:innen sind festlich gekleidet, wie die Türsteher:innen auch. Mehrere Fotografen dokumentieren das Geschehen, auch während der Vorstellung. Deshalb erlaube ich mir das diskret auch. Mein Platz ist optimal dafür.
Deshalb hier sogar zwei Videoclips. Die vom Cellisten gespielte Bachsuite und das vom Klarinettisten und der Tänzerin interpretierte Stück von Boulez wechseln sich sequenziell ab – geschickt mit Lichteffekten inszeniert und akzentuiert.
Mir gegenüber sitzt vermutlich ein Musikkritiker – das schliesse ich zumindest aus seinem Notizheft und den gelegentlichen Notizen, die er sich macht. Ihm scheinen die moderneren Parts nicht zu gefallen; zumindest würdigt er die Tänzerin keines Blickes – nicht einmal als sie nur etwa zwei Meter von ihm entfernt ihre Künste darbietet. Was er wohl schreiben wird?
Dem Publikum hat‘s hörbar gefallen, dem verdienten Schlussapplaus nach zu schliessen. Auch wenn es einen Moment gedauert hat oder vielleicht sogar einen Claqueur-Stupser eines Eingeweihten gebraucht hat, bis wir gemerkt haben, dass das Stück fertig ist.
Bei – beleuchteter – Dunkelheit sind die historischen Gassen ebenfalls sehenswert und sehr stimmungsvoll.
Vielleicht gehen wir morgen doch noch auf eine Nachtführung.
Sind wir dann nicht, weil zu viel Regen angesagt gewesen ist. Für ein Abschlussessen im Laibon sind wir aber nochmals raus.
Viele Boote sind nicht mehr unterwegsDer Name: GeschmackslabyrinthDer Effekt: Wow!
Hat sich gelohnt, auch wegen eines Gebäudes mit einer sehr wechselhaften und sehr speziellen Geschichte, das wir von der Flussterrasse aus entdeckt haben
Mehr unter: https://de.m.wikipedia.org/wiki/St.Jost(Český_Krumlov)
und der netten Begegnung mit einem Paar aus Kanada 🇨🇦 mit indischen 🇮🇳 Wurzeln. Diese hatten erst eine Stunde zuvor in einem Hotel in der Altstadt eingecheckt und uns – ohne zu wissen, dass wir aus der 🇨🇭 Schweiz kommen – erzählt, dass sie dieser Ort an ihre Reise zehn Jahre zuvor in die Schweiz erinnere. Es sei alles so ruhig, schön und sauber hier. Tja, wer indische Städte kennt sieht das wohl tatsächlich anders als wir, die wir aus der Stille des Sumava gekommen sind und die überschaubaren Schweizer Städte als Massstab haben. Wobei, abends sind die Gassen tatsächlich sehr beschaulich, bei diesem Wetter sowieso.
Ein letztes Bild vom Heimweg nach dem Essen; inzwischen ist uns trotz Kissen und Decke langsam kalt geworden.
Heinz hat gestern, nach einem prüfenden Panorama-Blick vom Aussichtsturm in Horní Planá mit seinem Planerauge – an dieser Stelle ein herzlicher Dank für deinen grossartigen Planerjob❣️- Anpassungen an unserer heutigen Route vorgenommen. 🤔 Fähre oder nicht Fähre und wenn ja, welche, war eine der Fragen, die es zu beantworten galt. Die Fahrpläne im Internet waren bezüglich erster Fahrt sehr widersprüchlich oder sagen wir mal mindestens interpretationsbedürftig… Weil die Wetterprognosen heiss und auch – am frühen Nachmittag – Regen oder sogar Gewitter gemeldet haben – schien früh eine gute Option.
einfach rollen lassenAussichten? – je nach Blickrichtung
Dass wir so gepackt haben, dass alle Kleidungsvarianten, ausser für warm, griffbereit sind, erwies sich als nützlich.
Wir nehmen die erste Fähre ab Horní Planá um 06:15 Uhr. Während wir warten beginnt es so zu regnen, dass wir das erste Mal auf dieser Reise auch das Gepäck abdecken. Heinz löst die Überfahrtstickets am Automaten und ich geniesse den ruhigen und sehr wetterwendigen Blick über das Wasser.
keine 3 CHF
Die ersten Autos kommen angefahren; um diese Zeit morgens wohl alles Menschen unterwegs zur Arbeit.
Die Fähre wartetauf ihre MannschaftStolzer Name für die überschaubare Grösse 😉
Jetzt, da ich die beiden sehe, erinnere ich mich an unseren Fauxpas vom letzten Jahr. Wir waren, ebenfalls für die erste Fähre, bereits sehr zeitig da, weil wir keine Vorstellung über das WIE hatten. Auf der Suche nach einem Kaffee bin ich – buchstäblich der Nase nach – in ihrem Aufenthaltsraum gelandet, woher es verführerisch geduftet hat. Nix da!
Ob die alle drauf gehen?Für uns reicht‘s
Schaut am besten gleich selbst.
Die Überfahrt war nur kurz – und ist für mich trotzdem immer etwas besonderes. Deshalb noch mehr Fotos.
Der Transporter steht einsam dortWir sind flott unterwegsein Mann fährt, einer kontrolliertschon geht‘s wieder runterund schon gleich wieder retourWetteraussicht in Fahrtrichtung passt
Hui, das ist routiniert flott gegangen. Wir kommen nicht gleich los, weil ich zuerst etwas für euch dokumentieren „muss“. Es ist halb 7 Uhr morgens; mir wäre ein Kaffeeautomat definitiv willkommener…
Regen- aber nicht Schnee-tauglich…
Bis auf den Lieferwagen, der uns bald mal überholt, haben wir die Strasse für uns.
Wir fahren am Lipno-Stausee, auch Moldau-Stausee genannt, entlang. Oft ist er nur durch die Bäume zu sehen. Eine Umrundung wäre auch mal eine Idee; als Tagestour wären die vorgeschlagenen verkehrsoptimierten 106 Kilometer gut machbar. Abkürzungen mit einer Velofähre wären ebenfalls im Angebot. Auch hier eine Gegend, die viele interessante Möglichkeiten bietet.
See im BlickTschüss RegenAuch wieder mit dabei
Von den Belägen her ist es heute noch abwechslungsreicher als das Wetter, was etwas heissen will.
oft VIP-mässig, allerdings mit dem Lineal gezogensogar im Wald asphaltiertso geht‘s auchda wird‘s schon anspruchsvollerbis unangenehm holprig; da wäre eine gelegentliche Erneuerung nicht übertrieben…
Wie seit Tourenbeginn sind wir im Grenzgebiet unterwegs, was ich oft vergesse – bis ich durch ein Strassenschild daran erinnert werde.
Wir folgen heute – ausser wenn Heinz eine „Optimierung“ eingeplant hat… – der Route 7, die einmal mehr durch landschaftlich sehr reizvolle Gebiete führt. Der Stausee beispielsweise bietet herrliche Blicke in die Weite.
Ah ja, die Auflösung des Rätsel des gestrigen Tages schulde ich euch ja auch noch. Die Frage war: Findet ihr die Bade“nixe“?
Das Bilddie stark vergrösserte Lösungund der originellste Lösungsvorschlag
„Flosse der Nixe“, die auch eine Flaschenpost sein könnte
Im Originalton: „…sehe eher eine Hai 🦈 Flosse … oder dann mit BADE (ist) NIX 🤪 … doch: es ist nur die Flosse der Badenixe 💪“
Die, jetzt durch die Brille dieses Vorschlags betrachtet, auch eine Flaschenpost sein könnte.
Was ich durch mein Rätsel oder vielmehr durch meine kreative Raterin auch gelernt habe:
Ein Bummel durch die Altstadt von Český Krumlov ist wie ein Spaziergang durch ein lebendiges Märchenbuch – jeder Gasse, jedem Pflasterstein und jedem Blick auf die Moldau entfaltet sich Geschichte und Charme.
„…wusstest Du, dass es auch einen NIX gibt? das ist ein männlicher Wassergeist 🤩“ samt Bild
das beweist, dass „mein“ Badender nicht attraktiv genug ist, um als Nix durchzugehen…
Ich liebe eure Reaktionen auf meine Stati und die Blogs: HERZLICHEN DANK
Doch jetzt geht‘s weiter dem Stausee entlang, in den angenehm schattigen Wälder.
zuverlässig begleitet
Bevor wir das Ende des Sees erreichen, geniessen wir nochmals eine ausgiebige Pause am und im Wasser.
Mit geschlossenen Augen, die sanften Wellen im Ohr und die wärmende Sonne und das angenehme Lüftchen im Gesicht spürend, ist es wie am Meer.
Heinz hat als nächstes einen Single Trail angekündigt. Mal sehen was da auf uns zukommt.
Zuerst einmal Strassen, die so gut sind, dass uns sogar Menschen auf Inlinern begegnen.
Moldau wieder als FlussDie Warnung betrifft nur eine kreuzende Strasse
Alles gemütlich und mit guten Strassen.
Ebenfalls Fehlanzeige; es handelt sich um einen – nicht gesicherten – Bahnübergang, der nicht sehr vielbefahrene aussieht…
Ah, jetzt wird‘s langsam spannend! 2.5 Kilometer das Tandem stossen werden wir wohl eher nicht… Für unser Auge sieht das locker machbar aus.
Ist es auch, bis ein kleines Stück von vielleicht 10 Metern, wo wir tatsächlich abgestiegen sind, weil es dort über den Bahnübergang steil und steinig gewesen ist.
Uns hat die Strecke entlang der Bahnlinie und der Moldau, die manchmal zwar in Hördistanz, aber weit unter uns eingegraben geflossen ist, sehr gut gefallen. Und dass wir keinen Gegenverkehr hatten, was bei uns auf solchen Strecken normal wäre, fanden wir ebenfalls sehr angenehm. Zum kreuzen war es tatsächlich eng, wie wir gemerkt haben als uns eine Frau mit Kinderwagen (!) und später noch ein Spaziergänger mit Hund begegnet sind.
Sehr abenteuerlich war das nicht… wobei frau den Tag nicht vor dem Abend loben soll. Heinz hat sich – ohne es zu wollen oder vielmehr in bester Absicht um ein paar Höhenmeter zu sparen – etwas einiges anspruchsvolleres einfallen lassen. Doch zuerst geht’s weiter der Moldau entlang. Auf dem Stück nach dem Single Trail begegnen uns mehr und mehr Schlauchboote und Kanus, vorerst nur auf Anhängern. Für Kanu- und Schlauchbootfahrten ist dieser Abschnitt der Moldau bekannt und beliebt, wobei es – wie ich nachlese – sehr unterschiedlich anspruchsvolle Strecken gibt.
Hier kommt offenbar ein beliebter Ausgangspunkt für Touren, schon fast ein Hotspot, was praktisch ist für eine Bio-Pause.
Hier gibt es mehrere Bootsverleihe, Döner- und andere Buden, auf beiden Seiten der Donau Zeltplätze oder auch Hütten zu mieten. Ein buntes Treiben. Der direkte Übergang ist eine Furt, über welche die Boote drüberfahren können. Zu Fuss ist es schon deutlich anspruchsvoller, wie ich vom Ufer aus gemütlich beobachten kann. So, langsam könnten wir weiter fahren.
Stopp! DAS kann nicht die Richtung sein… Nochmals ein Blick auf die gezeichnete Route. Doch, doch, das scheint der Plan. Ob wir da besser nach einer Alternative via die Strasse schauen? Den Mutigen gehört die Welt. Also zuerst testen, ob es machbar sein könnte…
tief ist es nichtStrömung hat‘s ziemlich
Okay, als erstes tragen wir das Gepäck rüber. Und dann…
Das Tandem ist – ohne Regen und Waschanlage – wieder sauber…
Also kann es weiter gehen. Wie ich nach einem Blick auf die Wegweiser vermute und was sich abends dann nach einer Recherche von Heinz bestätigt, hätten wir einfach auf der 7 bleiben und auf der anderen Seite fahren können – womit wir definitiv ein Abenteuer verpasst hätten!
Heiss geworden ist es inzwischen. Zum Glück ohne die Mücken, die es hier zu geben scheint…
Weit ist es auch nicht mehr, den zweiten Übergang haben wir aber noch vor uns. Auch wenn es heute netto deutlich mehr abwärts gegangen ist und wir sehr flott unterwegs gewesen sind, merken wir das letzte Stück und die zahlreichen Gegensteigungen in den Beinen.
Die fast verkehrsfreie Route und der erste Blick von oben auf unser Ziel, Český Krumlov, entschädigen uns reichlich.
Nicht zu erkennen ist der tiefe TaleinschnittDie Stadt isthinten unten erkennbar.imposante Barockstadtauf mehreren Etagen sozusagen
Was diese Reise für mich zusätzlich spannend macht, ist, dass ich mich kaum vorbereitet habe. Mehrere Tage in Český Krumlov zu verbringen und allenfalls auch von hier aus Ausflüge zu machen, ist eine Idee von Heinz.
Weil wir das Zimmer erst um 14 Uhr beziehen können, trinken wir noch etwas in der Altstadt, wo Velofahren, erlaubt, aber vor lauter Touristenströmen kaum möglich ist.
Eine zwar nicht offizielle, aber mangels Verbotschild hoffentlich zulässige Abstellmöglichkeit gefunden. Wir haben auf der Terrasse des zugehörigen Restaurants einen noch besseren Blick, um das sich das Tandem vermutlich foutiert. Dass es am Geländer gesichert nicht davon rollt, ist mir zumindest wichtiger.
Bier und Cola mit Ausblick, wenn auch etwas trübem
Zeit, unsere Unterkunft zu suchen. Ich muss mal googeln, wie viele Gäste-, Pensions-, Hotel- und andere Zimmer und Übernachtungsmöglichkeiten es in dieser Stadt gibt. Bei Anna, unserer freundlichen Gastgeberin, sind wir auf alle Fälle komfortabel und mit grosszügig Platz untergebracht. Beste Voraussetzungen, um auch mal zuhause zu bleiben, falls der angekündigte Regen kommt.
Frisch geduscht und mit einer Kanne Tee ausgestattet mache ich es mir mit meinen Fotos und dem Tagesrückblick gemütlich, während Heinz eine Stunde schläft – ein Rhythmus, der sich einzuspielen scheint.
Inzwischen regnet es tatsächlich, wenn auch nicht so stark wie angekündigt.icht so stark ausfällt, wie angekündigt. Dafür meldet mir meine WetterApp eine Gewitterwarnung für Basel 😂. Auch die LeNa-Chats halten mich auf dem Laufenden, wenn auch nur von Zeit zu Zeit alle paar Tage, wenn ich gerade Lust zum Reinschneuggen habe. Gefühlt haben die Dimensionen Zeit und Raum durch die modernen Kommunikationsmittel schon eine grosse Veränderung erfahren. Menschen in meinem Alter, die als Jugendliche gereist sind, erzählen von R-Gesprächen alle paar Wochen oder Telegrammen im Notfall und von Postkarten, die oft abtenteuerliche Wege durch die Geografie genommen haben, um irgendwann, wenn überhaupt anzukommen.
Heute ist das ziemlich anders. Letzthin hat mir eine junge Frau von einer Auseinandersetzung mit ihrer Mutter erzählt, die quasi einen Live-Ticker erwartet.Na ja, Abgrenzung muss heute andere Formen berücksichtigen… Von implantierten Chips bei Kindern ganz zu schweigen. Wobei, über die Möglichkeit zur iPhone-Ortung war ich auch schon froh.
Letzthin hatte ich geschäftlich, zu Bürozeiten via die Geschäftshandynummer einen Gesprächspartner am Draht, der mich bei glasklarer Verbindung gebeten hat, kurz zu warten. Er sei in Buenos Aires auf dem Flughafen und gerade beim Check-in… Ob ich bei ihm als VIP registriert bin, er das – wofür auch immer – „braucht“ oder was sonst auch immer die Geschichte dahinter ist… Wie gesagt, neue (Kommunikations-)Mittel bringen neue Herausforderungen – oder vielleicht auch nur die Alten, in neuem Outfit.
So, nach diesem Ausflug in die grosse, weite Welt zurück nach Český Krumlov, diesem UNESCO-Welterbe mit entsprechendem Zulauf. Ich weiss noch nicht, was ich davon halten soll.
Vielleicht kann ich nach einem ersten Stadtbummel mehr dazu sagen.
Oh, bevor ich‘s vergesse, hier noch die GPS-Daten von heute. Heute sind sich die beiden Geräte ausser beim Anstieg, der – gemäss Komoot – sogar fast 680 m sein müsste, erstaunlich einig.
Zu erkennen sind unter anderem die vielen ausgiebigen Pausen unterwegs (z.B. am See, beim Boots-Hotspot und vor dem Zimmerbezug) und der perfekt getimte Abstieg 😉.
Starten wir mit einem Blick auf die Altstadt von oben.
Ein Bummel durch die Altstadt von Český Krumlov ist wie ein Spaziergang durch ein lebendiges Märchenbuch – jede Gasse, jeder Pflasterstein und jeder Blick auf die alten Gebäude und die Moldau birgt Geschichten und Charme in sich.
Weil ich hangry aber ganz und gar nicht offen dafür bin, starten wir mit einer Fütterung der ansonsten unleidlichen Dame… Beschrieben wird das Krčma U dwau Maryí als rustikales Lokal mit böhmischer Küche und vegetarischen Gerichten, die – wie ein Blick auf die Karte zeigt – nicht nur den obligaten gebackenen Käse umfasst, sondern interessant klingende Angebote.
reichhaltige und spannende Auswahl
Und einen gemischten Salat können wir auch dazu bestellen. Ein Glücksfall? Leider nicht. Tatsächlich hätte alles sehr fein sein können, wenn es nicht völlig verkocht – tagelang warmgehalten? – und der Salat von gestern gewesen wäre – was ich bei den „Brot von gestern“-Initiativen in Bäckereien sympathisch finde. Alles zu seiner Zeit an seinem Ort. Was es zur Ehrenrettung des urchigen und rappelvollen Lokals zu sagen gibt. Top-sympathische und bestens organisierte Bedienung. Alles geht trotz zweistöckiger Aufteilung mit verwinkelten Terrassen und Räumen blitzschnell. Auch wenn mir frisch zubereitet deutlich lieber wären. Urchig, charmant-historisch und brocki-würdig eingerichtetes Lokal, tolle Terrasse direkt auf die Moldau. Wer will kann die vorbei fahrenden Boote füttern; Schwäne und Enten habe ich keine gesehen. Also, einmal mehr, alles eine Frage der Perspektive.
Blick von unserem Balkonplatzso sieht‘s drinnen aus
Und gleich daneben gibt es das Laibon, ein hochgelobtes und ebenso gut gelegenes vegetarisches Lokal. Das werden wir auch noch testen.
Gefüttert bin ich inzwischen, wenn auch nicht viel besser gelaunt… Ob ein Spaziergang durch die historischen Gassen, vorbei an Gelaterias und fein duftenden Wafel-Lokalen mit der lokalen und natürlich traditionellen Variante das ändern wird?
Gut getan hat die Bewegung, dem Süssen habe ich widerstanden – laut Heinz habe ich zumindest in Sachen Gelati nichts verpasst – und ein paar Schnappschüsse von schrägen und anderen Details gemacht. Einen ausgiebigeren Bummel ist die Stadt ganz sicher wert.
historische Gassenspezielle KunstSEHR speziellTeil der PrimarschuleDas Abendlicht „schmeckt“ nach Gewitter und intensiviert die Farben ganz ohne Filter.
Und sonst gibt es ausserhalb des Zentrums auch noch Dinge zu entdecken.
Vielleicht ganz gut, dass wir keinen Platz mehr im Gepäck haben.
So, jetzt freue ich mich auf einen Gutenachttee und das Bett.
Weil es gestern so schön gewesen ist – und weil sie heute heiss angesagt haben – bepacken wir das Tandem früh…
Blick aus dem Fenster beim Packen
…und werden dafür beim ersten Waldrand mit einem Hasen 🐇 belohnt. Ist allerdings ein VIEL langbeinigeres und vor allem LANGOHRIGERES Modell als das skizzierte.
Wie schön! Unsere Begleiter:innen sind auch schon startklar!
Also kann’s los gehen. Die Sonne wirft immer noch lange Schatten und die Strassen scheinen ausschliesslich für uns reserviert zu sein.
komfortable Strassenviele Moorseen
Typisch für den Nationalpark sind lange, gerade und oft einsame Strassen.
Heute geht‘s netto gerechnet deutlich mehr abwärts und die Steigungen sind angenehm, weil wir früh los sind auch von den Temperaturen her. Die Armlinge und die Beinlinge sind einige Zeit im Einsatz.
Wir bleiben der Route 33 treu – die EuroVelo 13 auch. Kaffeehalt ist in Strážný geplant, einem verblüffenden Ort mit einer bewegten Geschichte und ganz eigenen Überlebensstrategien. Doch seht selber…
Der markierte KaffeeHaltPunkt auf der GPS-Route ist eine Gelateria, wo tatsächlich bereits fleissig gearbeitet wird. Geöffnet hat sie leider noch nicht – und für Gelato wär‘s mir auch noch etwas früh gewesen, auch wenn die Bewertungen verführerisch klingen.
Eine Pension etwas weiter oben ist zwar mit geöffnet angeschrieben und da ist auch jemand, Kaffee verkaufen wollen sie uns aber noch keinen. Tja, mal schauen, ob es eine Tankstelle in der Nähe hat… ja 700 Meter auf der Hauptstrasse Orts-auswärts oder… das ****-Hotel Imperial Casino hat auch bereits geöffnet. Der Parkplatz sieht ziemlich leer aus.
Heinz geht fragen… und kommt mit der Auskunft zurück, dass wir einen Kaffee haben können… unter anderem… gratis und so viel wir wollen sogar… wir uns dafür aber registrieren und 5 Euro pro Person zahlen müssen. Ihr ahnt vermutlich inzwischen, wo wir gelandet sind. Das lassen wir uns nicht entgehen – auch wenn sich der Kaffee nicht als Highlight erweisen wird 🤭.
Von den tatsächlich von einer Croupier, aber keinen Spieler:innen besetzten Spiel-Tischen durfte ich kein Foto machen.
Dafür hier eines von meiner Membercard. Ob ich die je wieder brauchen werde?
Günstig (be-)trinken wäre auch eine Option hier, wenn auch nicht meine… und schädlich sein dürfte das ebenfalls…
Gratis-Getränkenicht viel teurer…
Den „Gestalten“ nach zu schliessen, die sich am Frühstücksbuffet bedient haben, scheinen auch die Übernachtungspreise günstig zu sein. Habe ich nicht nachgeprüft. Was wir auch eher speziell fanden: die Karte mussten wir in Cash zahlen – und zwar in Euro. Das gehört – wie das Casino bzw. die Casinos – wohl zu den Überlebensstrategien des Ortes. Wie auch die Nagelstudios und die vielen Marktstände, von denen die meisten noch mit Planen zugedeckt gewesen sind. Offenbar scheint das so eine Art Zollfreigebiet zu sein. Alkoholika und Zigaretten werden auch sehr offensiv beworben…
Der Ort hat offenbar schon Wurzeln im Mittelalter, als er noch wie die nahegelegene Burg Kunžvart (deutsch: Kuschwarda) hiess. Auch sein Marktrecht geht auf 1844 zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg und der Vertreibung der deutsch-stämmigen Bevölkerung war er kaum noch bewohnt, sondern ein Grenzschutzort mit strategischer Bedeutung, was immer das heissen soll. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs hat er sich offensichtlich zu einem sehr eigenwilligen Grenztourismusgebiet entwickelt.
Nur einen Kilometer weiter, wieder im Naturschutzgebiet, ist davon nichts mehr zu merken.
ist mehr meine WeltSchillerberg mit Infotafel
Auf dem nächsten Stück, aber nicht mehr so lange, haben wir wieder Strassen für uns.
Mit schattigen undauch lichteren Bäumen.
Die nächste Etappe führt entlang einer erneuerten einspurigen Eisenbahnstrecke.
Neues Trasseedrei-zwei-eins
Selbstverständlich mit tschechischem Sicherheitsstandard. Dreifache Ankündigung der Übergänge, wobei wir das nicht so wörtlich genommen haben, sondern drüber gefahren sind.
Die Übergänge waren entweder zusätzlich durch ein Lichtsignal gesichert oder dann mindestens durch ein Stoppzeichen. Oder als Bildstrecke…
Ohne Lichtanlage,dafür mit Stoppschild.
Für alle, die es lieber bewegt mögen, ein paar kurze Clips.
Es kommt kein Zug UND die Lichtsignalanlage funktioniert.
So sieht‘s aus, wenn ein Zug angekündigt wird.
Am Morgen losgefahren sind wir ganz in der Nähe einer der Moldauquellen, genauer der Teplá Vltava. Ihr erinnert euch vielleicht; gleich neben diesem Bächlein hatten wir unser Zimmer. Die „warme Moldau“ ist der linke Quellfluss der Moldau und gilt als deren Hauptquellfluss.
Die Bahnstrecke führt entlang der Moldau, die hier unten deutlich mehr nach Fluss aussieht und auch nur noch Vltava (Moldau) heisst.
Die inzwischen heisse Sonne und das Wasser spielen miteinander.
Seit wir an der Bahnlinie fahren und der Moldau entlang sowieso begegnen wir zunehmend Velofahrer:innen. Die Gegend sieht insgesamt touristischer aus, mit Ausflugsschenken am Wasser und späterer Morgen ist es inzwischen auch geworden.
Ein letzter kurzer Clip für heute. Sie hat sogar gewartet, bis wir angehalten haben und ich zu Fuss zurück gegangen bin.
Inzwischen ist es kurz vor 11 Uhr und wir kommen nach Horní Planá, wo Heinz mit der Hilfe von Komoot noch einen Höhenmeter-sparenden Schleichweg gefunden hat.
Netterweise können wir unser Zimmer bereits beziehen und das Tandem erhält ein eigenes Garagen-Abteil für sich. Und hat für heute Feierabend, deshalb hier eine kurze Zwischenbilanz. Allerdings: Wir sind zwar flott unterwegs, aber mit der Maximalgeschwindigkeit kann etwas nicht stimmen…
Ok, der andere GPS sagt nur 64 km/h; das kann stimmen. Und die Durschnittsgeschwindigkeit dort von 20.4 gefällt mir auch besser 😉. Keine Ahnung, was wirklich stimmt.
Wahrlich ein VIP-Tag, dabei geht es nach einer erfrischenden Dusche und einer ausgiebigen Siesta auf der Lounge-Terrasse noch weiter. Dort habe ich es auch plötzlich Rattern und Fauchen gehört und – tatsächlich – durch die Bäume Rauch aufsteigen sehen. Davon hätte ich euch gerne einen Clip samt Ton geschickt. Leider kann ich euch nur ein kopiertes Bild liefern; den Rest überlasse ich eurer Fantasie.
e chli schtingge muess es 😂
Wir waren letztes Jahr schon in Horní Planá und EINEN Grund, weshalb wir nochmals hier vorbei kommen wollten, seht ihr hier:
https://www.kynutabuchtabistro.cz/#
Weil nach diesem Toast kein Kuchen mehr Platz hatte, was bei dieser Auswahl keine Option ist, haben wir welchen für später mitgenommen. Nach einem Dorfbummel und einem Spaziergang zum und Aufstieg auf den Turm (169 Stufen, bestätigt) werden wir ihn umso mehr geniessen.
Zum Tagesabschluss noch Bilder
vom Turm undein etwas drümliges
nach dem Abstieg auf der ziemlich engen Wendeltreppe. Und auch noch eines mit Blick von oben auf die grossen Wälder und den Lipno Stausee, dem wir morgen auf der anderen Seite entlang fahren werden.
Vom Turm aus sind Sonnenauf- und -untergänge sicher ein grossartiges Spektakel. Ein anderes Mal… Wie vielleicht auch ein Besuch im Geburtshaus von Adalbert Stifter, der in Horní Planá geboren und mindestens zur Schule gegangen ist.
Gleich neben seinem Park ist ein Jump Park, der – ebenfalls – nicht mehr gut im Schuss ist.
Erstaunlich, dass in Tschechien so etwas trotzdem noch zugänglich ist.
Einerseits scheint hier touristisch einiges los zu sein wie ein Besuch des Touribüros vermuten lässt und es gibt auch viele renovierte Häuser und Neubauten. Andererseits hat der Zahn der Zeit sichtlich Spuren hinterlassen und einige Renovationsprojekte scheinen aus welchen Gründen auch immer versandet zu sein.
Oh, der hat ja einiges auf dem Kopf…
Ob wir so einen tatsächlich auch in freier Wildbahn beobachten könnten? Vielleicht mit einem guten Führer und viel Geduld und vermutlich auch eher im Winter. Dass die Wälder hier weitläufig und geschützt genug für solche Prachtskerle sind, könnte ich mir schon vorstellen.
So langsam geht die Sonne unter, wir nehmen unseren Kuchen mit zur Lounge raus und schauen dem Tag beim Einnachten zu,
womit sich der Kreis für den heutigen Tag schliesst.
Weil sowieso für den ganzen Tag immer mal wieder leichter Regen angesagt ist, gehen wir es gemütlich an.
Wer weiss…Kaum Verkehr
Ein Cappuccino wäre fein und da wir heute vor allem durch Naturschutzgebiet fahren, wohl nicht an jeder Ecke zu haben. Tankstellen sind da meistens eine gute und oft einzige Option.
VolltrefferGoht‘s no?!Wohl günstiger als in Deutschland.
So, jetzt können wir starten. Und auch das ungemütliche Wetter kann uns die Laune nicht verderben.
Luftfeuchtigkeit hoch.Luftqualität ausgezeichnet.Aha, die 33 wieder.Und zwar 44 km.
Schiefe Verkehrstafeln scheinen ein Markenzeichen dieser Gegend zu sein – zumindest auf dem Radwegen. Eine weitere Auffälligkeit, die zu den verkehrssicherheits-affinen Tschechen passt, sind Warnschilder. In diesem Fall für eine besondere Verkehrssituation.
Zuerst dachten wir von weitem, dass sich da ein grosse Pfütze spiegelt oder eine Baustelle ist. Tatsächlich ist es die tschechische Art Stürze zu verhindern, die sehr intuitiv ist.
Der Belagwechsel führt automatisch dazu, dass mit angepasstem Tempo gefahren wird und verhindert, dass nicht so routinierte oder unaufmerksame Fahrer:innen auf der Brücke bremsen, was vor allem bei Nässe fast unweigerlich zu einem Sturz führt. Clever. Zumal so gerade Strecken mit freier Sicht ohnehin dazu verführen, es einfach laufen zu lassen.
ein Farbtupfer im Grau
Auch der nächsten Situation begegnen wir zeitweise alle paar hundert Meter.
Wenn eine – in ersten Falle sogar unbefestigte – Strasse, den Radweg kreuzt, wird dieser im Bereich der Kreuzung aufgehoben und gleich anschliessend neu angezeigt. Selbstverständlich gilt das auch, wenn ein Radweg von einer normalen Strasse gekreuzt wird; das ist bei uns auch so.
Verkehrssicherheit und Unfallvermeidung wird in Tschechien gross geschrieben, wie uns schon letztes Jahr aufgefallen ist. Dazu passt auch, dass alle Autos und Lastwagen frühzeitig und geduldig hinter uns verlangsamen und erst, wenn die Sicht frei ist, mit grossem Abstand überholen.
Was uns allerdings auch dazu verführt, auf solchen Abschnitten auf der Strasse zu bleiben, zumindest so lange es kaum Verkehr hat.
Wo der Radweg von der Strasse weg in den Wald führt, nehmen wir ihn oft, weil diese Strecken sehr schön und manchmal auch asphaltiert sind. Aufwärts sind nicht befestigte Wege anstrengend und wenn sie schlammig sind, oft auch rutschig. Dann lieber nicht.
Wir sind gemütlich unterwegs und halten oft, zum Beispiel an Infostationen, die nicht nur informativ, sondern auch sehr schön gestaltet sind.
Holzschlagnoch 33 kmGlaserwald
Stellenweise zeigen sich blaue Fenster in den Wolken und manchmal kommt sogar die Sonne durch.
Tiere sehen wir nicht viele und auch Vögel hören wir überraschend wenig. Kühe und Schafe hat’s, Geiss habe ich bisher erst eine einzige gesehen.
Wie bei uns leidernur selten mit Hörnern
Auch bummeln gibt Hunger, zumal die Gegend ziemlich hügelig ist.
Der Picknickplatz ist gleich neben einem Wander-Parkplatz, wo ein Kommen und Gehen ist. Scheint ein beliebter Ausgangspunkt zu sein. Mountain-Bikes werden auf- und abgeladen, Akkus eingesetzt, Rucksäcke geschultert und Wanderstöcke eingestellt.
Wir scheinen in eine belebtere Gegend zu kommen, die auch bei Familien beliebt zu sein scheint.
So, gestärkt geht‘s weiter – allerdings nicht sehr weit. Für einen Kaffee plus halten wir gerne nochmals an.
Dieser Imbissstand in Srni wird von einem sympathischen jungen Paar betrieben, das alles selber macht. Auch die Suppe und die Sandwiches haben sehr fein ausgesehen und die Tische unter schützenden Segeln waren trotz wenig freundlichem Wetter gut besetzt.
Wie bereits die letzten Tage waren wir auch heute oft im Wald unterwegs. Leider sieht er stellenweise nicht so fit aus. Dazu vielleicht ein anderes Mal Bilder.
Den letzten Abschnitt fahren wir zuerst entlang der Vydra und danach über einen weiteren Hügel, den höchsten von heute, von Modrava rüber nach Kvilda, unserem Etappenziel.
Vydra
Gleich neben unserer Unterkunft fliesst ein Bach durch – die Moldau. Die Quelle ist nur ein paar Kilometer von hier entfernt. Das könnte ein Ausflugsziel für morgen sein.
Doch jetzt zuerst eine Dusche und danach mal schauen, was Kvilda so zu bieten hat.
Einiges, wenn wir mal grosszügig das LebensmittelgeschäftsFrischeAngebot nicht einbeziehen. Dafür ist das Mini-Sportgeschäft gleich daneben super assortiert. Beste Materialien, schöne Farben – auch für Frauen nicht nur Pastellfarben und sowieso das meiste unisex. Sehr, sehr schade, dass wir keinen Platz mehr im Gepäck haben und er die extraleichten, waschbaren UND wasserdichten Trecking-Schuhe nicht in meiner Grösse hatte. Vielleicht finde ich sie anderswo. Scheint eine norwegische Marke zu sein.
Ein paar Bilder von Kvilda, bevor ich dann noch mit einem ersten Teil der FrauenBilderAusstellung aus Bayrisch Eisenstein beginne.
Kostel svatého Štěpána / Stephanskirche
Nicht nur ein Teil der Kirchenfassadenverkleidung und die Skulptur vor der Kirche sind aus lokalem Holz, sondern auch viele alte und neue Gebäude in Kvilda. Und einige wetter-gegerbte Bewohner:innen.
Und jetzt noch Impressionen – was gut passt, weil sie uns beeindruckt hat – einer der Künstlerinnen, die in der Sonderausstellung im alten Postgebäude von Bayrisch Eisenstein ausgestellt hat: Maria Clemencia Gräfin Lambsdorff
Beuys und Giacometti
Kunstschaffende und vier Kinder? Eine zusätzliche Kunst…
19. Juli 2025 – rund um Kvilda
Wir sind früh wach und die Morgenstimmung lockt uns trotz der Kälte nach draussen, zuerst für einen Spaziergang auf dem nahegelegenen Moorpfad. Bis dorthin nehmen wir das Tandem und sind froh um die frisch gekauften Handschuhe und alle warmen Sachen, die wir in Schichten montieren.
Morgennebel,der ganz ohne Weichzeichnereine mystische Stimmung zaubert.
Den Moorpfad hatten wir uns länger vorgestellt; gut gemacht und informativ war er allemal und vom Hochstand aus wäre – mit Wärmeflasche, Feldstecher und Daunenjacke ausgerüstet, sicher einiges zu entdecken gewesen.
Ganz sooo kalt wie 1987, 2004 und 2012 war‘s zum Glück nicht, aber uns hat es trotzdem bald weiter Richtung Sonne gezogen. Wir haben einen sonnigeren Weg für unseren Morgenspaziergang gesucht. Ganz einfach war‘s nicht, weil in diesem Naturschutzgebiet nur wenige Wege begangen werden dürfen, was ich gut finde.
Die Sonne lässt sich Zeitund je nach Wegverlaufmag sie nicht bis zu uns.Endlich wird‘s wärmer,wobei sie immer noch sehr flach ist.Tau und Sonne zaubern Glanz und Glitzer.Viele unberührte Wasserläufe.
Ein Paradies für Wasservögel und andere Tiere. Welche? Kannst du weiter oben auf einer der Infotafeln lesen – vielleicht verständlicher mit ein bisschen Übersetzungshilfe – ohne die wir hier manchmal ziemlich verloren wären. Zum Beispiel, was Speisekarten angeht, die eher fleischlastig sind.
Trotz Sonne und Handschuhen sind wir inzwischen mit klammen Fingern und Füssen unterwegs. Weil um diese Zeit noch nichts geöffnet hat, fahren wir retour und wärmen uns im Wellnessbereich auf, den wir gleich neben der Tandemgarage entdeckt haben. Praktisch, dass er mit unserem Badge zugänglich ist; dass er offiziell erst ab 10 Uhr geöffnet wäre, sehen wir erst später. Schön warm war das Jacuzzi; und ganz alleine waren wir auch 🤭.
Nach zwei Tassen Kaffee, einer Ideensammlung, entsprechender Routenplanung und einem Einkauf für das obligate Birchermüesli, zeigt der Blick aus dem Fenster nur noch Menschen in sommerlichem Tenue unterwegs. Gut so. Die zweite Runde führt uns durch weitläufiges Rad-Wander-Gebiet. Inzwischen sind wir nicht mehr alleine unterwegs, aber bei so vielen Wegen kommen alle gut aneinander vorbei.
Auf dieser Höhe heisst Landwirtschaft offenbar Weidewirtschaft. Kühe und Schafe.
Waldwirtschaft natürlich auch. In diesem Teil des Böhmischen Waldes hat der Borkenkäfer schon mehrfach grossen Schaden angerichtet. Wo aufgeforstet wird, müssen die jungen Triebe gut geschützt werden. Ich nehme an, dass sie für Damhirsche, Rotwild und Moufflons ein Leckerbissen sind.
Streckenweise folgen wir der EuroVelo 13 und schauen uns Gedenk- und wohl auch Nicht-Vergess-Stätten an. Bei mir lösen diese gemischte Gefühle aus, darunter immer Dankbarkeit dafür als Schweizerin keine Kriegserfahrungen zu haben, auch wenn ich – inzwischen – natürlich auch um die dunklen Seiten unserer (Nicht-)Beteiligung weiss.
Die Infotafeln sind jeweils auf Tschechisch und auch Deutsch – im Gegensatz zu vielen Alltagsinformationen, die auch im Grenzgebiet, zumindest in Tschechien oft einsprachig sind. Die Gründe dafür dürften vielfältig sein. Doch lassen wir das, zumal es ziemlich vielschichtig zu sein scheint.
Lasst unsere Impressionen auf euch wirken und macht euch selber eure Gedanken.
Szenenwechsel zur Moldauquelle – eigentlich einer der vielen Moldauquellen.
Das ist sieNein, ich habe nichts reingeworfen…
Sie blubbert selbst
Zwischen den einzelnen Stationen geht‘s in diesem hügeligen Gebiet nicht nur emotional auf und ab. Je nach Belag ziemlich sportlich.
Gibt DurstSoo schlimm ist es nicht…Bei klarem Wetter wären die Alpen sichtbar.
Heisst es. Wobei – Geographiebanausin, die ich bin, weiss ich nicht welche. Die Bayrischen oder die Österreichischen oder…
Uns reicht die Höhe hier.
Macht ApetitFaszinierend
Eine Gegend, die zum draussen sein einladet, weshalb wir gegen Abend noch einen Spaziergang rund ums Haus gemacht haben.
Im Hintergrund seht ihr das Haus, in dem wir logiert haben.
Das Infozentrum hätte auch noch ein paar Ausflugsideen hergegeben, wenn wir denn noch geblieben wären. Wobei, zurück kommen ist auch eine Option. Ich habe noch keine Ahnung was wir ab Woche 3 machen.
Der Hunger meldet sich. Beim Essen ist hier in Tschechien für uns, die wir kein Fleisch mögen, manchmal etwas Improvisation angesagt. Wenn dann auch noch das einzige vegetarische Gericht auf der Karte aus ist, heisst es freundlich nachfragen, ob es nicht möglich wäre… Das Resultat war ein Genuss.
zum Glück eine flexible Küchebesonderes Cola
Morgen wollen wir – Temperatur-bedingt – früh los, weshalb wir noch packen und dann den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Regenwetter und ein verpasster Anschluss bergen ungeahnte Möglichkeiten, wie wir heute erfahren durften.
Am Morgen war‘s – wie angekündigt – regnerisch und ziemlich kühl, gefühlt sogar deutlicher kälter als die verkündeten 15 Grad. Weil wir weder Lust auf Velo noch auf Wandern hatten und der Zug deutlich hörbar durch die Nachbarschaft rattert, konsultierten wir den Fahrplan. Oh, in gut einer halben Stunde fährt einer via Eisenstadt nach Zwiesel. Los geht‘s!
Auf dem Weg zum Bahnhof kommen wir an diesem Holzschindelbau vorbei, einer traditionellen Bauweise in dieser Region und ein Handwerk, zu dem offenbar Sorge getragen wird.
Dicke Mauern mit Vorfenstern
Holz gibt es in dieser Gegend jede Menge und auch bei modernen Häusern sind die Holzbauweise oder zumindest Holzelemente beliebt.
Ferienwohnungen in der Nähe eines Skilifts
Die Gegend hier scheint vor allem auch im Winter beliebt zu sein, wie zahlreiche Skilifte, Sesselbahnen, Wintersportgeschäfte, Winterwandertafeln und andere Hinweise zeigen.
Loipen und SkitourenSkigebietDer Spitzberg oder eben Špičák
Sehr hoch ist es allerdings nicht, das Skigebiet geht nur bis auf 1200 m, aber vermutlich ist es hier im Winter schneesicherer als bei uns.
So, eigentlich waren wir auf dem Weg zum Bahnhof. Voilà.
Ein Tipp: Löst nie via die tschechische BahnApp grenzüberschreitend. Was als Teilstücke auf dem Rückweg pro Person 1 Euro auf dem deutschen Abschnitt und noch weniger auf dem tschechischen Stück gekostet hat, wurde uns auf dem Hinweg mit etwa 11 Franken verrechnet.
Lang war der Zug,modern nicht 😉.
Genau genommen sind wir mit dem blauen Zug nur innerhalb von Železná Ruda gefahren, das offenbar ein sehr grosses Gebiet umfasst und zwar von Železná Ruda centrum bis Železná Ruda-Alžbětín.
Dieses Bahnhofsgebäude teilt sich Železná Ruda mit Bayrisch Eisenstein, weshalb es umso verblüffender ist, dass der Anschluss nicht einmal eine Minute gewartet hat. Ok, eigentlich kenne ich das ja von Basel, der SBB und der DB…
Die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien geht mitten durchs Bahnhofsgebäude.
Und war doch lange Zeit fast unüberwindbar.
Gut, dann schauen wir mal in den Bahnhof rein. Einen Kaffee beispielsweise fände ich nett. Zu dem sind wir dann in der Stunde bis die nächste Waldbahn gefahren ist, auch noch gekommen. Und zu vielem mehr. Doch schaut selbst.
Herein spaziert!Alles in D und CZ angeschriebenund manchmal sogar auf Englisch.
Die Naturpark-Welten-Ausstellung wäre sicher spannend, aber ein Kaffee zum Aufwärmen wäre mir lieber. Das historische Bahnhofbuffet hat leider noch geschlossen. Also ziehen wir weiter.
An der Höhenlage kann‘s nicht liegen.Ah, Regen gibt‘s hier ganzjährig 😂Auch die EruVelo 13 führt hier durch.
Auch die nächsten drei Cafés und Restaurants sind noch geschlossen – kurz vor 10 Uhr! Scheint ein Kur- und Ferienort für ältere Semester zu sein; offenbar mögen diese Kaffee und Kuchen lieber am Nachmittag – wie wir noch sehen werden. Google meint, dass „Die Krämerin“ um 10 Uhr öffnet – und eine ☕️ ist dort auch eingezeichnet. Also flott! Das wärmt auch.
Macht gwundrig!Was für ein Angebotund so schön präsentiertSamt Titlis-Gondeli-KaffiNische draussen
So, langsam sollten wir retour. Für ein paar Fotos unterwegs reicht‘s noch.
Ort klein, Kirche grossGehört auch zum LebenFast wie in Tsüri…dekorativ – nein, nicht ichlässt Bähnler-Herzen höher schlagendas eher meines 😊Dieses Mal nimmt sie uns mit
Was für ein Glück, dass wir den ersten Anschluss nicht erwischt haben. Und viel Zeit und Musse haben.
Ziemlich trüb draussen; eine besondere Stimmung.
Ah, darum heisst sie Waldbahn.
In Zwiesel angekommen trennen sich unsere Wege, weil wir verschiedene Besorgungs- und Besichtigungspläne haben.
Mein Weg führt durch den Stadtpark,
wo es auch weniger gefährliche Skulpturen hat,
und entlang dem Fluss, der – nomen est omen – Grosser Regen heisst.
Er heisst und führt nach Regen. Auch seine Seitenarme heissen Regen, beispielsweise Schwarzer Regen oder Kleiner Regen.
Es gibt auch ein Regental… Überall Wasser.
Mehr Zebra-Teich als Zebra-Streifen 🦓
Wohl wenig erstaunlich, was wir heute eingekauft haben…
Das Wetter hier ist tatsächlich sehr wechselhaft; es gab auch sonnige Zeitfenster.
Insgesamt fand ich es aber eher kühl, weshalb ich mich zum Zmittag gerne für eine heisse Suppe mit viel frischem Gemüse entschieden habe.
Hättet ihr da Wiedersehen können?
Auf dem Rückweg zum Bahnhof habe ich noch bei Zwiesel Glas
und einer der dortigen Attraktionen vorbei geschaut.
„Unsere“ Glasi – ich meine die in Hergiswil – gefällt mir persönlich besser. Auch weil ich ein Fan der Niederer Produkte bin.
Langsam wird‘s Zeit für den Zug retour nach Eisenstein, der dann schliesslich – nach diversen Push-Meldungen in der DB-App – ein Schienenersatzfahrzeug ist, auch Bus genannt. Auch gut. Dann erleben wir noch eine andere Strecke. Viel Wald auch hier. Und vor allem sind wir so rechtzeitig in der Ausstellung, die um 17 Uhr schliesst. Was sich gelohnt hat. Sehr sogar. Ich kopiere heute den Flyer ein, noch keine weiteren Bilder. Von denen werden regelmässig welche folgen, damit ihr euch jeweils auf die nächsten freuen könnt. Vor allem die Holzfiguren einer noch jungen Künstlerin haben Heinz und mir sehr gefallen. Ein paar davon sind auch auf dem Titelbild des Flyers.
Puh, so viele Bilder und Skulpturen von elf sehr unterschiedlichen Künstlerinnen sind fast etwas viel aufs Mal. Wir gönnen uns noch eine Pause bei den Schmugglern – schliesslich bin ich privat hier 🤭
und nehmen dann wieder den langen blauen Zug, in dem wir bis nach Prag sitzen bleiben könnten.
Heute lieber nicht. Ich bin schon so fast übervoll von Eindrücken von einem gemütlichen Regentag. Was ein verpasster Anschluss alles an Gelegenheiten mit sich bringen kann, die es wie reife Früchte nur zu ernten gilt. Vorgestern Himbeeren, gestern Heidelbeeren und heute vor allem einiges an Kunst und Kultur, im weitesten Sinne.
Sowohl auf der deutschen als auch auf der tschechischen Seite mögen sie deftige Küche und vor allem auch viel Fleisch, wie beispielsweise an dieser Einrichtung unschwer zu erkennen ist.
Nicht wirklich unser Lieblingsmenuplan, weshalb wir dankbare Gäste der asiatischen Restaurants und der vielen Döner- mit Falafelbuden und Pizzerias sind, von denen es hier einige gibt.
Morgen ist – Wetter hin oder her – eine nächste Etappe mit dem Tandem angesagt. Wenn die Prognosen stimmen, lässt der Regen am späteren Morgen nach. On verra.
Heute fahren wir nach Tschechien… doch wieder in Deutschland… in Tschechien… in Deutschland… in Tschechien… in Deutschland… So genau wissen wir das oft gar nicht. Wir folgen meistens dem
Die EuroVelo 13 folgt dem Verlauf des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Sie führt auf einer Strecke von fast 10’000 Kilometern durch 20 Länder – von Norwegen bis zur Türkei. Die Route startet nahe der russischen Grenze in Grense Jakobselv in Norwegen und endet in Rezovo, Bulgarien, an der Grenze zur Türkei.
Wir starten auf einem Stück entlang der Grenze zu Bayern. Mal sehen, wie viel der knapp 900 Kilometer auf tschechischem Boden wir kennen lernen werden.
Doch noch sind wir in Furth, wo wir uns am bayrisch grosszügig bestückten Frühstücksbuffet stärken. Wir sind merklich in einem Teil von Bayern, in dem sie Gasthäuser und Gästezimmer haben; wir waren schon in Teilen, in denen für Fremdenzimmer nomen est nomen gegolten hat…
Zähne putzen, Tandem laden – „Česko, jedeme!“
Ein Blick zurück auf Furth
und schon bald einer vorwärts auf einen See, der – wie könnte es auch anders sein –
Drachensee heisst.
Angenehme Temperaturen, 1A-Strassen mit sehr wenig Verkehr
und viele Geschichten, die uns beim Vorbeifahren quasi zufliegen.
Wie wär‘s zum Beispiel mit einer originellen und dekorativen Verwendung von ausrangiertem Geschirr? Oder ob das gar als Einladung zu TeaTime gemeint ist 🤭?
Heute nicht. Wir haben zwar nicht so viele Kilometer, aber einiges an Höhenmetern vor uns, vor allem den Spitzberg.
Oh, das sieht allerdings spannend aus. Nur ein kurzer Blick
aus dem dann ein Gespräch mit der Besitzerin zur traurigen Geschichte des Gasthofes wird. 2018 hat ein heftiges Gewitter mit Hagel den Anbau zerstört, in dem unter anderem die Kegelbahn und das Säli untergebracht gewesen sind. Zwar wäre alles mit 1.5 mio. versichert gewesen. Die Versicherung hat sich allerdings auf den Standpunkt gestellt, dass alles bereits abgeschrieben gewesen sei, also Neuwert gleich Null. Mit der Abfindung von 18‘000 Euro war an ein Wiederaufbau und der Weiterbetrieb nicht zu stemmen. Uff!
Vor uns liegt der Böhmerwald oder eben Šumava auf Tschechisch, was nicht nur den „rauschenden Wald“ bezeichnet, sondern auch ein Mittelgebirge. Viel wenig kultivierte Natur, was uns auch eine feine Znünipause beschert.
(Noch) gut befahrbarVon Brennesseln bewacht
Kurz vor dem ersten Grenzübergang ein Hof mit eigener Friedhofskapelle und anderen Eigenheiten.
Ans Wohnhaus angebaute ScheuneHabe ich als erstes wahrgenommenKann das sein?TatsächlichAuch hier ein genauerer Blick…
Viel Geschichte(n) gleich an der Strecke.
Bereits mehrfach sind Wander- und Strassen-Grenzübergänge angezeigt worden. Bisher ist unsere Route jeweils in eine andere Richtung abgebogen. Was sich gleich ändern wird. Zum Glück sehen wir den Streckenverlauf auf dem GPS und kennen das, was ihr gleich sehen werdet, bereits vom letzten Jahr.
Eindeutig angekündigtVorne an der Grenze seht ihr HeinzVon dort ein Blick zurückund einer vorwärtsDoch, doch, das ist der Weg…
Wie gesagt: Ohne die Erfahrung aus dem letzten Jahr wären wir uns nicht so sicher gewesen, ob das tatsächlich der richtige Weg ist.
Von jetzt an sind wir im Wald,
der uns die nächste Attraktion bringt:
Präzisionsarbeit
15. Juli 2025 – Ahoj Česko 🇨🇿
Da warten wir gerne, bis er uns sieht und wir uns neben der Maschine durchschieben können.
Frisch geschlagenes Holz und der stellenweise moosige und moorige Wald sind ein Sinnenfest für meine Nase. Und zeigen – im Kontrast – wie unglaublich stark ein einzelnes Auto, zumal mit Dieselmotor, stinken kann. Oder wie ich in der Wahrnehmungspsychologievorlesung gelernt habe: unsere Wahrnehmung wird von Unterschieden gesteuert, von sogenannten EMUs – womit nicht das Tier gemeint ist, sondern „eben merkliche Unterschiede“. Klingt plausibel. Oder? Irgendwie müssen wir ja laufend all die Daten und Informationen filtern, die uns begegnen und reizen. Da ist der Fokus auf Veränderungen ein hilfreiches Kriterium, vor allem aus Sicht der Amygdala und unseres Überlebenstriebes. EMUs erklären übrigens auch, weshalb wir oft nicht registrieren, wie die Luftqualität in einem Seminar-, Büro- oder Sitzungsraum schlechter wird. Wer kurz raus geht, zum Beispiel für eine Bio-Pause, merkt das bei der Rückkehr sofort. Und öffnet hoffentlich das Fenster 😉, wo es solche zum Öffnen hat. Uups, jetzt bin ich vom Thema abgekommen. Psychologielektion beendet.
Zurück in den Wald und zum Holz,
wovon es hier jede Menge hat.
Im Wald sind die Wege oft unbefestigt und nicht immer gleich gut befahrbar.
Runter schon, was aber nicht angesagt istAlso stossen.
Inzwischen sind wir fast am höchsten Punkt von heute angelangt, wobei wir, begleitet von Donnergrollen, seit einiger Zeit von oben und unten gekühlt werden…
Ich mag SchnapszahlenKein Unterstand in Sicht
Die letzten 15 Kilometer oder so geht‘s runter,
was uns ziemlich verfroren an unserem ersten Etappenziel in Tschechien ankommen lässt,
Železná Ruda / Markt Eisenstein
Špičák (Spitzberg), ein auf knapp 1000 Meter gelegener Ortsteil davon, hätte ansprechend für einen Halt ausgesehen und der Regen hat sich inzwischen auch wieder verzogen, aber Kälte und Hunger haben uns vorwärts getrieben. Nichts, was sich mit einer ausgiebigen Dusche und einem Abstecher zum Vietnamesen nicht hätte in Wohlgefallen auflösen lassen.
Nach dem Essen kaufen wir im dieses Jahr ersten, aber sicher nicht letzten Potraviny ein. Öffnungszeiten: 6 – 22 Uhr. Er wird, wie Potravinys fast immer, von einer asiatischen, meist vietnamesischen Familie betrieben, wobei an der Kasse oft ein gelangweilt wirkender junger Mann mit AirPods sitzt. Frappant, wie mich das Bild sofort an unzählige Potravinys auf unserer letztjährigen Reise durch Tschechien erinnert. Trotzdem immer wieder verblüffend, was sie in ihren Läden, meist ohne Tageslicht, alles anbieten und vor allem auch, dass es praktisch jedes Produkt in verschiedenen (Marken-)Ausführungen gibt. Nur der Anteil an verderblichen, „frischen“ Lebensmitteln ist oft klein und mindestens so oft sehr reif… Vermeidung von FoodWaste scheint auf alle Fälle keine Priorität zu sein und wenn ich mir die dort gelagerten Warenwerte vorstelle. Verrückt.
Hier im Ort gibt es mindestens drei solcher vom Gartenzwerg über Unterwäsche bis einer unglaublichen Auswahl an Softgetränken und auch Alkoholika, nebst Lebensmitteln, anbietenden Markets. Und eine Haushaltwaren, Spielzeug, Baubedarf – sogar einzelne Schrauben und Innenkantmuttern und Dichtungen in allerlei Grössen und und und – anbietende Version davon, in die wir uns vor dem plötzlich wieder einsetzenden Regen flüchten.
Wechselhaftes Aprilwetter wie bei uns
Ich komme aus dem Staunen nicht heraus und bin vom Nebeneinander von hochwertigen Werkzeugen und Ersatzteilen, Farben, Lacken, Saatgut etc. und billigem Ramsch und Kitsch fasziniert. Und auch, dass sie offenbar wissen, was sie alles an Lager haben. Tatsächlich hat es sogar Sachen darunter, wie ein handlicher kleiner Schaber, nach dem wir schon lange auf der Suche sind. Nein, nein – Finger weg! Unsere Taschen sind schon am Limit bepackt – und es ist auch bisher ohne gegangen.
Die Einkäufe, unter anderem Trinkwasser, retour bringen und dann noch ein abschliessender Abendspaziergang durchs Dorf – natürlich mit dem obligaten Blick auf die Speisekarten. Schliesslich bleiben wir drei Nächte hier. Die Menukarten sind nicht – wie oft – nur in Tschechisch, sondern auch in Deutsch und manchmal sogar Englisch. Ersteres ist wohl der Grenznähe geschuldet, obwohl wir kaum Autos mit D-Schildern sehen, letzteres scheint eher eine Reminiszenz an die Zeit der Besatzung bzw. der Befreiung, wie einzelnen Denkmälern und immer noch stattfindenden Veteranen- und Gedenktreffen nach zu vermuten ist. Aspekte, die eine Reise auf der EuroVelo 13 mit sich bringt, wenn auch bisher nicht sehr dominant.
Für die Gegend typische Zwiebeldächer aus Holzschindeln.
Noch Ideen für morgen besprechen und dann heisst es Schlafenszeit für einen von uns und Blogging für die andere 😉.
Ich mag diese stillen Stunden, in denen ich die Fotos des Tages nochmals durchgehe, sehr viele lösche und andere zu Geschichten verwebe. Zeit dafür zu haben ist ein Luxus, den ich sehr schätze.
16. Juli 2025
Hui, ziemlich kühl heute Morgen. Heinz besorgt noch ein paar frische Früchte im Coop, kümmert sich um das Müesli und die Schaltung, weil eine neue Kette und so viel Bergfahrt wie gestern die Schaltung Service-bedürftig haben werden lassen. Ich lasse es gemütlicher angehen, dankbar dass ich ihm das alles überlassen kann. Prinzessinnen-Modus 🤭.
Die Temperatur ist inzwischen etwas freundlicher geworden und die Rucksäcke sind mit Regensachen, Müesli und Wasser bepackt. Es kann los gehen. Die Strasse Richtung Špičák gehört uns fast alleine, weshalb wir gleich drauf bleiben, auf dem Wanderparkplatz noch einen feinen Cappuccino trinken und von dort runter zum Naturlehrpfad im Frischwinkel /Brčálník sausen. Wir binden das Tandem an eine Verkehrstafel und ziehen zu Fuss los.
Hohe Luft- und Bodenfeuchtigkeit
Stellenweise braucht es in dieser Moorlandschaft Stege, um sie trockenen Fusses durchqueren zu können.
Barfusschuhe sind eine wunderbare Art, um den federnden und weichen Untergrund zu spüren.
Auch dem Biber 🦫 scheint‘s hier gut zu gefallen.
Auf so einem Spaziergang bleibt viel mehr Zeit, genauer hinzuschauen und die Sinne und die Fantasie anregen zu lassen.
Was siehst du?intensive FarbenWer ist das? Oder was?Seit Furth sehe ich überall DrachenZoom mal rein.
Für Kinder haben sie sich ganz besondere Geschichten einfallen lassen – und Figuren, die mir auch ohne Google Übersetzer viel mitgegeben haben.
Das Originalund die ÜbersetzungElfenVampire(Be-)Fragt sie ruhig.Augenblicke
Auch heute ist der würzige Duft des frisch geschnittenen Holzes ein Fest für die Nase. Riecht ihr ihn?
Hört ihr wie es krost, wenn der Kran zupackt ? Oder die Stämme dumpf klingend auf das bereits geladene Holz schlagen?
Oder das Rauschen des Wassers?
Oder plätschert es nur?
Könnt ihr euch vorstellen, wie sich diese flinken Bewegungen anfühlen?
Ich selbst war viel zu beschäftigt mit Filmen, Staunen und Finger drehen 😅
Vielleicht spürt ihr die Sonne euren Rücken wärmen oder den Regen eure Hände netzen.
Was auch immer. So ein Waldspaziergang ist voller Angebote.
Nach den Himbeeren gestern, waren es heute Heidelbeeren. Gerade rechtzeitig für einen zusätzlichen Goût fürs Müesli.
Wahrend unseres Picknicks haben sie an uns vorbei die frisch geschorenen Schafe auf die Weide zurück gebracht.
Tschechisch ist für uns kaum verständlich und es gibt nur wenige Worte, die irgendwie ähnlich sind – und auch das für mich nur, wenn ich sie geschrieben sehe. Lustig finde ich auch, wie lange die Ortschaftsnamen teilweise sind – vor allem von Orten, die kaum so viele Gebäude haben, wie der Namen Buchstaben.
Wobei auch sein könnte, dass das gar kein Name ist, sondern einfach etwas heisst, wie beispielsweise auf folgender Tafel:
Das erste Wort heisst Natur oder natürlich, was zusammen Naturschutzgebiet ergibt.
Ich schliesse den Bericht zu unserem zweiten Tag in Železná Ruda mit dem Bild von ein paar Wegen, auf denen wir heute gegangen sind.
Definitiv andere Beschaffenheiten als bei uns auf der Wunschliste für unterwegs mit dem Tandem stehen…
Zehn Wochen freie Zeit – und ausser ein paar wenigen Reservationen und ein paar Ideen vor allem die Absicht, es auf uns zukommen zu lassen und mit viel Offenheit spontan das zu tun, wonach wir Lust haben.
Samstag frühmorgens, weil wir am Vorabend entschieden haben, dass wir so wohl mehr Platz in den Zügen haben, was für die erste Verbindungen auch zutraf.
Fahrend aufgenommene Bilder um diese Zeit haben ihren eigenen Charme.
Auch das schief passt, weil um halb vier Uhr morgens einige schräge Vögel unterwegs sind. Sowohl auf Basels Strassen, als auch später beispielsweise im Freiburger Bahnhof oder in den Zügen ab dort.
Noch haben wir einen ganzen Wagen für uns
Die DB bleibt sich treu… Kurz nach der Abfahrt bereits die Meldung auf der App, dass einer der eingeplanten Züge ausfallen wird, was ein erstes Umplanen bedeutet. 🤔 Sollen wir lieber in Freiburg eine Stunde warten und nur 3x umsteigen oder insgesamt (hoffentlich) schneller, aber mit mehr umsteigen? Wir entscheiden uns für den nächstmöglichen Zug; für einen Kaffee to go reicht‘s auch so. Via Lift und Passerelle kann Heinz das Tandem alleine aufs richtige Gleis wechseln. Und ich suche mir einen Weg durch schwankende und sonstige Nachtgestalten zum gerade geöffneten Bäckereistand.
Umsteigen Nr. ? – weiss ich schon nicht mehr
In Ulm reicht die Umsteigezeit wegen einer weiteren Verspätung und einem sehr frequentierten und mindestens so gemächlichen Lift nicht. Der sonnige Bahnhofplatz, ein weiterer Kaffee und ein nettes Gespräch lassen das ganz ok sein. Nicht alle sind so entspannt unterwegs wie wir. Im nächsten, voll gestopften Zug sind nicht nur freundliche Worte zu hören. Wir kommen fast drei Stunden später als geplant in Nürnberg an – dafür ist das Zimmer schon bezugsbereit. Gepäck verräumen, kurz etwas frisch machen und mit dem Tandem ein Bisschen ins Grüne fahren. Keine wirklich Velo-freundliche Stadt und die Ampeln brauchen VIEL Geduld, aber die Bewegung tut gut. Und wir brauchen noch einen neuen Tacho; bei der ganzen Umsteigerei und dem zeitweiligen Velogerangel ist der „alte“ – aber das ist nur ein Insider – abhanden gekommen. Deshalb fahren wir zum Declathon und dann noch zum Fahrrad XXL. Von letzterem sind wir beide ab sofort erklärte Fans. Doch seht selber:
Die Geschichte dazu: Wir kaufen einen neuen Tacho, ein T-Shirt für Heinz und Beinlinge für mich. Der Maria- aka Glückskäfer setzt sich auf das gerade nicht gebrauchte Kupplungsteil für einen der GPS – ja wir haben zwei – und kommt als Passagier ein Stückchen mit. Wenige Kilometer später springt die Kette raus, verheddert sich und zwei Glieder verbiegen sich dabei so, dass die Kette futsch ist, was deutlich hör- und spürbar ist. Und das am Samstagabend gegen 18 Uhr und knapp zwei Stunden vor dem Vorstellungsbeginn des Improtheaters, für das wir bereits Tickets haben. Uff! Also retour zu XXL, wo sie nicht nur die passende Kette haben, sondern die Reparatur auch gleich machen, wenn auch mit der Einschränkung, dass das nur klappt, wenn die Kassette nicht ausgewechselt werden muss. Freundlich, gut und günstig und noch mit Zeit ein wenig über Tandems zu fachsimpeln. Und auch die Kassette macht mir. Puh! Das hätte kompliziert werden können.
Das Improtheater war dann zwar nicht der Rede wert… die Basler Impronauten haben einiges mehr drauf, finde ich… aber wer hätte sich nach so einem Tag über so eine Banalität ärgern wollen. Was für ein Start.
Den Sonntag haben wir mit einem Stadtbummel durch Nürnberg gestartet.
Die PegnitzTauben-gesicherter DomViel Sommerund KunstNicht alle bummeln
Für den feinen Brunch haben wir ein Lokal gefunden, dessen Name quasi das Motto unserer Reise widerspiegelt
Wir sind retour zum Hotel geschlendert und haben dabei noch einiges entdeckt.
Passend zur AdresseSpannende ArchitekturSchulprojektTolle GraffitisDen Herrn kennt ihr vermutlich
Nach so vielen Stadteindrücken und den angesagten Temperaturen zieht‘s uns in den Wald und etwas in die Höhe. Der Reichswald ist sehr gross, wie wir vom 🏰 aus sehen werden.
Entspanntes Fest mit toller Musikund der Möglichkeit zur Besichtigung des SchmausenbuckturmCooler TippMacht offensichtlich Spass
Retour in Nürnberg beschliessen wir den Tag mit einem weiteren Sightseeing, dieses Mal vom Sattel aus, und einem Picknick im Park, wo es allerlei zu beobachten und bestaunen gibt, inklusive Hasen und Igel.
Viel SandViele BaustellenSebalduskircheKirchentüregehört auch dazuSo langsamsinkt die Sonne tiefer
Morgen geht‘s nochmals mit dem Zug weiter, nach Furth im Wald, nahe an die Tschechische Grenze.
Furth im Wald
Die Fahrt führt durch viel Wald, den Reichswald und den Böhmischen Wald, auch Böhmerwald genannt. Auf Tschechisch heisst er Šumava, was sich vermutlich vom alttschechischen „šumět“ ableitet und „rauschen“ oder „summen“ bedeutet – passend zu den rauschenden Wäldern, wilden Flüssen und geheimnisvollen Moorlandschaften dieser Region. Die Šumava ist heute nicht nur ein Nationalpark, sondern auch eines der grössten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas – ein Paradies zum Wandern und alle, die die Natur lieben, wie wir beispielsweise.
Furth ist ein etwas sonderbarer Ort. Einer, in dem sich nicht Fuchs und Hase, sondern Drachen und viele anderen seltsamen Gesellen und Gestalten, oft der Ritterzunft zuzurechnen wohl eher bekämpfen als gute Nacht sagen…
eine kleine Auswahlim Gegensatz zum BAZG nicht 7/24…Historische EckenGartenlandesschau ist auch geradeeine sympathische Aktionnix müssen – noch ein passendes Motto für uns
Rund um Ritter und Drachen hat sich die Stadt einiges einfallen lassen. Eine Überlebensnotwendigkeit wie ziemlich offensichtlich ist.
Am Abend regnet es. Plötzlich und heftig. Ob das hier so ist?
Weil ich nicht dazu gekommen bin, ein paar der zumindest angedachten Geschichten zu erzählen, hier noch ein paar Bilder. Vielleicht regen sie zu eigenen Geschichten an.
Witzige und feine Falafel-KetteBrillen für alles und jeden
ein – vorläufig – letztes Mal der Weg zum Bahnhof.
Passt gut als Motto für heute 😊 (Man geht auf Reisen, um nach Hause zu kommen.)
Weil wir jedes Mal etwas anders gefahren sind und auch früh genug losgefahren sind, hat‘s noch für ein paar Trouvaillen gereicht.
Gut möglich, dass wir wieder kommen. Utrecht, Haarlem und Amsterdam sind drei lebendige und auf ihre Art auch sehr unterschiedliche Städte. Mit Zug und Klappis eine gäbige Kombination.
Der Bahnsteig ist fast leer und der Zug pünktlich und – noch nicht – so voll, was sich ändern wird.
Unterwegs ist einiges zu sehen.
auch ein Klappi…scheint Spass zu machenSchlösserwahnsinn in Frankfurt?
Nach dem Umsteigen ist der Zug sehr voll, was nicht nur teilweise Nerven kostet – schon mal was von Zimmerlautstärke gehört… – sondern leider auch meinen neuen Brompton etwas havariert.
Dass es mit den Anschlüssen und damit mit den Reservationen nicht geklappt hat, scheint mir allerdings DB-normal zu sein. Nichts was eine Willkommens-Pizza bei Vito und ein Gelato auf dem Weg vom Bahnhof nach Hause nicht wieder in Ordnung bringen kann 😋😉.
Wirklich eine Superkombi für Städtereisen: Zug + Klappis.