3. Juni 2025 – heute mit vielen Videos und im Bilderrausch

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Da gibt‘s noch eine der vorgeschlagenen Runden in der Umgebung von Utrecht, die wir noch nicht gemacht haben – und zwar die in den Westen. Klingt nach einem guten Plan für den Vormittag.

Weil ja schliesslich Ferien sind und die Beschreibung unserer Landlady so ist, dass verpassen eine Schande wäre, starten wir ganz gemütlich mit Cappuccino und Seitenwagen – nein, nein, natürlich nicht Alkohol, sondern feines Gebäck. Suchtpotenzial hat es allerdings auch.

Bond en Smolders – ein Tipp zum merken

Gleich vis-à-vis hatte es einen Optiker mit witzigen Graffitis.

ein paar gezoomte Details

So, jetzt kann‘s los gehen. Wobei… weit kommen wir nicht. Heinz, warte bitte! Nicht so schnell. Das kann doch nicht wirklich sein? Doch, doch. Das ist ja spannend.

Da hat gerade eben, ein Mann an diesen Rädern gedreht.

Wohin geht er als nächstes? Er steigt aufs Velo und fährt… Ah, zur Brücke bzw. Schleuse retour, an der wir gerade vorbei gekommen sind.

Stimmt, jetzt erinnere ich mich daran, dass sie uns auf der Grachtenfahrt eine Schleuse gezeigt haben, die noch manuell bedient wird. Erstaunlich.

Wir fahren ebenfalls wieder retour ans andere Ende des Beckenabschnittes. Das möchte ich mir genauer anschauen.

Wie ich im Gespräch erfahre, öffnen die Schleusenwärter die Brücke je nach Schiffsaufkommen 20-40 Male am Tag – und zwar immer von Hand. Es braucht zwei Menschen dafür und einige Arbeitsschritte.

Die Schritte folgen einem offensichtlich gut eingeübten Ablauf. Alles im Blick haben ist wichtig. Boote, Fussgänger*innen, Velofahrer*innen, neugierige Touris 🤭. Aber schaut doch selber. Zeigen geht besser als erklären.

Hier seht ihr das Wasser einströmen

Dann kann das Öffnen der Ausfahrtschleuse losgehen. Schritt für Schritt.

Wirklich faszinierend. Weit gekommen sind wir allerdings noch nicht, zumindest nicht in Wegstrecke gerechnet ;-).

Weiter gehts. Allerdings nicht lange. Heute scheinen wir ein unglaubliches Timing zu haben. Augen offen halten genügt und die Brücken“öffnungen“ werden punktgenau geliefert. Diese wäre manuell wohl buchstäblich „zu schwer“ zu bedienen.

Hier auch noch die bewegte Version davon.

Heute rollen sie für uns – im wahrsten Sinne des Wortes – den roten Teppich aus.

Wir kommen auf unserer heutigen Tour an vielen schwimmende Tiny Houses, alias Hausbooten vorbei, wobei es davon sogar zweistöckige Versionen mit Lounge aufs Wasser, eigenem Boot für Ausflüge in die Stadt oder wohin auch immer hat. Sogar welche mit (gedecktem) Sitzplatz, Velo- und Geräteschopf, Autoparkplatz und kleinem Gärtchen Richtung Strasse sehen wir. Sozusagen tiny, aber all-inclusive.

„einfachere“ Varianten, die dafür ziemlich mobil aussehen

Erstaunlich, dass wir es überhaupt aus der Stadt hinaus schaffen bei all diesen Highlights…

Dabei haben sie „auf dem Land“ auch einiges zu bieten. Von hinten auf dem Tandem würdet ihr noch mehr davon mitbekommen. Schnappschüsse vom Klappi aus sind nicht ganz so einfach.

Mühlen haben wir insgesamt in diesen Ferien gar nicht so viele gesehen, laufende schon gar nicht. Auf dem heutigen Ausflug hatte es von beidem.

Voilà die bewegte Version:

sogar das Wasserrad ist sichtbar

Wieder einmal ziemlich viel Wind heute, rundfahrtbedingt aus ziemlich allen Richtungen.

Heute sehen und hören wir wieder viele Vögel. Die Wasservögel sind nicht besonders scheu. Nicht einmal, wenn sie Junge haben. Diese hier sind zwar nicht Huckepack unterwegs, aber deshalb nicht weniger jöööööö. Im Gegenteil!

Und ziemlich flink.

Von Zeit zu Zeit kommen wir durch Ortschaften.

Dieses zwei- bis dreistöckige Backsteinreihenhäuser-Bild am Wasser und die Kombination und das Nebeneinander von Verkehrsmitteln ist typisch für diese Gegend.

Die meiste Zeit führt unser Ausflug allerdings durch Landschaften ausserhalb des Siedlungsgebietes.

Die Blumenstrasse führt in den Máximapark https://maximapark.nl, wo wir uns – passend zum blumigen „Leitmotiv“ – den neu angelegten „Vlinderhof“ anschauen.

Die Insektenwiese ist fantasie- und liebevoll mit der Hilfe von vielen Freiwilligen angelegten worden.

Ein paar Exemplare warten sogar, bis ich abgedrückt habe.

Am faszinierendsten fand ich einen Strauch mit kleinen weissen Blüten, die sehr intensiv dufteten, in welche die Bienen ganz reingeschlüpft sind.

Der Màximapark ist eine sehr grosse und grosszügig angelegte Parkanlage, von der wir nur einen kleinen Teil durchquert haben.

Nicht alles ist gleichermassen lieblich hier.

Skulpturen hat es auch einige im Park. Nicht alle so dramatisch.

Der Hunger meldet sich. Gut, dass wir Proviant dabei haben. Von unserem Picknick-Bänkchen aus sehen wir Kasteel De Haar, das grösste Schloss der Niederlande.

Da wurden und werden – lässt sich in den Heftli beim Coiffeur regelmässig nachlese – offenbar mit illustrer Gästeliste gerne und ausgiebig Feste gefeiert. Sehr viel Geld braucht es auf alle Fälle, um so einen Bau erstellen zu lassen und danach zu „unterhalten“. Es steht geschrieben…, dass Baron de Haar eine sehr reiche Frau geheiratet hat und sie zusammen auf ausgedehnten Reisen viel Kunst und andere Einrichtungsgegenständen gesammelt und in ihr Schloss haben liefern lassen. Platz genug zum Füllen gab‘s auf alle Fälle.

Picknick beendet und weiter geht‘s. Den Kaffee danach gibt’s an einem Ort mit bewährter Empfehlung:

Merke: Vögel wissen, wo etwas Feines zu holen ist

À l’époque wären wir – ich mit Samtpantöffelchen und Sonnenschirm – parlierend von der Sommerresidenz über den gut cupierten Rasen zum Kanal gewandelt. Vielleicht sogar mit einer Partie Cricket 🏏 unterwegs. Dort hätte dann eine gut assortierter High Tea auf uns gewartet. Typisch für diese Gegend sind nämlich – natürlich nur der entsprechenden Gesellschaftsschicht zugehörig – eigene kleine Teehäuser.

Idyllisch, idyllisch.

Als Kontrastprogramm schauen wir auf dem Rückweg im Hoog Catharijne vorbei, einem grossen Einkaufszentrum am Bahnhof von Utrecht. Schräg, was es hier alles gibt – natürlich neben den all-over-the-World-Läden, die ihr alle kennt.

Wir entscheiden uns für etwas anderes zum Znacht 😂.

Ich mag Schnapszahlen

Das war ein abwechslungsreiches Schauen 👀 auf diesen 50 Kilometern. Gemütlich Klappi – nein, nicht Klepper, ganz im Gegenteil – Ferien haben ihren eigenen Reiz.

So, heute heisst es zum ersten Mal wieder packen. Morgen – aus chronologischer Sicht betrachtet – steht der Transfer nach Haarlem auf dem Programm.

Aber den kennen unsere treusten Begleiter*innen ja schon.

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