30. Mai 2025 Utrecht und Umgebung

Verfasst von

in

Die Temperaturen sind noch ziemlich frisch. Die Tour in die Umgebung kann gut auch noch einen Moment warten.

Zuerst eine Runde durchs Quartier – mal sehen, was es zu entdecken gibt.

Hoppla!

Tatsächlich in Sichtweite eines Velo-Geschäfts.

Heinz kauft sich sicherheitshalber gleich zwei neue Schläuche.

Doch zuerst quer über die Strasse…

zu einem feinen Cappuccino und einer Zimtschnecke dazu, die sogar aufgewärmt wird. Dieser Duft – und der Geschmack erst! Läuft euch auch bereits das Wasser im Mund zusammen. Himmlisch!

Danach flickt sich die Platte fast von alleine. War das Ventil; da lässt sich nichts flicken. Schade.

Ich erkunde derweil etwas die Stadt.

Was er wohl in der Oudegracht sieht?

Wasser natürlich und ein paar alte Häuser und…

die praktische Nutzung der Wasserwege durch die Stadt, z.B. zur Abfallentsorgung.

Kehrichtabfuhr à la Utrecht

Der Platten ist behoben. Zeit für ein Müesli und danach ist es so langsam warm genug, um die weitere Umgebung zu erkunden. Die Verkehrsführung mit überall Extra-Spuren für die Velos, meistens sogar von der übrigen Strasse getrennt und Vortritt ergibt ein sehr entspanntes Nebeneinander.

Und die meiste Zeit sind wir sowieso auf extra

fietspad gehört aktuell zu meinen Lieblingswörtern

Velowegen oder eben fietspad unterwegs. Auf den Klappis, was Fotografieren im Fahren schwieriger macht – deshalb auch weniger Fotos on the road.

Oder dann muss ich mich sputen, um das rote Pünktchen wieder einzuholen, deshalb konnte ich auch hier die plötzlich auftauchende Dünenlandschaft nicht fotografieren.

Ja, mein Pilot ist es gewohnt, dass ich immer brav in einem Abstand von knapp einem halben Meter folge. ICH – könnt ihr euch das vorstellen 🤭?! Wahrscheinlich nicht – wie ich aus vielen ungläubigen Blicken, die meiner Antwort auf die Frage folgen, wer denn auf dem Tandem vorne sitzt aus Erfahrung weiss. Tja, mit den einzelnen Velos unterwegs kommt da eine Facette von mir eindeutig stärker durch – und Heinz kann wieder üben, was er als Vater bestens konnte: seine Schäfchen im Blick zu behalten. Ok, zumindest ein Lämmchen bin ich zwar nicht gerade…

Unsere Strecke führte oft durch Wald, entlang von Wasser

oder auch mal an einem Schloss vorbei mit modernen Plastiken davor.

Die Tour hätte auch historische Sehenswürdigkeiten zu bieten gehabt – oft nicht so mein Ding – weshalb wir vor allem das unterwegs sein genossen haben.

Wenn da nicht dieser „flotte“ Wind gewesen wäre. Auf einer Rundtour immerhin mit dem Vorteil, dass wir ihn aus allen Richtungen erleben konnten. Die Klappis sind zwar verblüffend gut zu fahren, im Vergleich zu unseren anderen Velos und dem Tandem sowieso, aber einiges Energie-bedürftiger. Auf dem einen oder anderen Kilometer hätte ich mir durchaus ein bisschen e-Unterstützung gefallen lassen. Die andere Möglichkeit: Tempo und Anzahl Pausen anpassen, schliesslich sind ja Ferien.

Und da ich so langsam hängry werde, kann ich den Geheimtipp, den ich gestern irgendwo aufgeschnappt habe, schon kaum mehr erwarten oder – wie mein Allerwertestes wohl formulieren würde – erfahren…

Ein unscheinbares Bahnhofskaffee mit wirklich fantastischen hausgemachten Kuchen.

Gespiegelt könnt ihr die Durchfahrt eines Zuges sehen.

Mmmh, diese Pause hat in vielerlei Hinsicht gut getan. Mit diesem Betriebsstoff lassen sich die letzten 15 Kilometer – samt kleinen Umwegen – vergnügt unter die Räder nehmen.

Am Horizont zeichnet sich tatsächlich schon die Silhouette von Utrecht ab.

Nach einer ausgiebigen Dusche geht‘s in die Stadt, wo wir nach einer feinen Poke Bowl noch ein weiteres Highlight auf dem Programm haben. Doch davon später – jetzt rufen Sonne, Stadt und Markt.

Für die Statistiker:innen – Klappis und Tandem sind nicht vergleichbar. Vom Windfaktor ganz zu schweigen 🥵.

So an einem Freitagabend ist hier eine ganze Menge los. Sowohl in den Grachten direkt am Wasser …

als auch in den Gassen ist ziemlich viel Volk unterwegs.

Im Moment haben wir keine Zeit für Apéro. Uns zieht‘s in den neueren Teil der Stadt gleich beim Bahnhof – konkret ins Tivoli.

Kulturkomplex mit Theatersälen, Bars, Bühnen uvm

Im grossen Saal erwartet uns eine Bühne mit viel Platz und nur wenigen Instrumenten.

Schlendernd bevölkert der Chor in Strassenkleidung die Bühne, alles wirkt ganz entspannt und vergnügt. Passend zum Namen des Konzerts „The Living Room“.

Was dieser Groot Omroepkoor dann allerdings, dirigiert von Eric Eric Whitacre, bot, war grossartig. Und allen die bisher – wie ich zum Beispiel – Harfe für ein langweiliges oder bestenfalls irgendwie sphärisch entrücktes Instrument gehalten haben, wünsche ich eine musikalische Begegnung mit Lavinia Meijer. Ihr Solostück nach der Pause, in der – ganz Living-Room-Feeling – gratis Getränke serviert wurden, war für mich das Highlight des Abends.

Platzbedingt sahen wir den Chor zwar nur von hinten, was uns allerdings ein paar faszinierende Schattenbilder beschert hat.

Was für ein Abend, den wir dann noch auf einer Erkundung des vielfältig bespielten – musikalisch und auch im eigentlicheren Sinne – Gebäudes und einem Nachtspaziergang mit bezaubernden Lichtbildern haben ausklingen lassen.

Lichtspiel in den Grachten
Die Besteigung steht noch auf der Ideenliste

Und zum Abschluss kurz vor „zuhause“ eine kleine Nebenstrasse, in der sie die banalen Strassenlampen mit Lampenschirmen verkleidet haben. Was für eine zündende und witzige Idee.

Und das war erst Tag 2…

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert